Kuriose Navi-Warnung

Vulkanausbruch bei Allianz Arena: Was ist da denn los?

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Das Bild mit der schrägen Navi-Warnung sorgte für Heiterkeit im Netz.

München - Das Foto eines Navis, das vor einem Vulkanausbruch auf der A 99 warnt, geistert seit Wochen durch das Internet. Wir sind der Sache nachgegangen.

Da dürfte manchem Autofahrer kurz etwas mulmig geworden sein: Auf der A99, zwischen den Ausfahrten München-Feldmoching und München Nord, meldete das Bord-Navigationssystem eine Verkehrsstörung in beiden Richtungen. Der scheinbare Grund: Ein Vulkanausbruch.

Jedoch erschütterten weder Erdstöße den Münchner Norden, noch ergossen sich glühend heiße Lava-Ströme in Richtung der Allianz Arena. Auch der Horizont sah normal aus, ließ eine riesige Aschewolke vermissen. Folgerichtig schaffte es der Vulkanausbruch auch nicht in die globalen Schlagzeilen, sondern nur als ganz offensichtliche Falschmeldung ins Netz.

Der ADAC hat das Foto im Februar auf seiner Facebook-Seite gepostet, seitdem rätseln viele Internet-User. Endgültig aufgeklärt wurde die Sache bisher nicht. Unsere Onlineredaktion hat bei dem Automobilclub nachgefragt, wie es zu der schrägen Warnung kommen konnte.

"Die Daten für die Navigationssysteme können aus verschiedenen Quellen stammen", erklärt der ADAC auf seiner Facebook-Seite. Welcher Verkehrsdaten-Anbieter die Navi-Ente in die Welt gesetzt hat, ist wohl nicht mehr nachzuvollziehen. 

Fehler bei der Codierung

Wie eine solche Falschmeldung zustande kommt, erklärt ADAC-Sprecher Arnulf Thiemel. Er vermutet, dass ein Codierungsfehler der Grund für die Vuklanausbruch-Warnung war: „Verkehrsmeldungen werden in kurze Buchstaben- und Zahlenkombinationen 'codiert', um weniger Übertragungskapazität zu beanspruchen“, erklärt Thiemel. Vereinfacht ausgedrückt: Die 1 steht für Stau, die 2 für Unwetter, die 3 für Geisterfahrer. Bei der Ortsangabe steht beispielsweise A für Autobahn, B für Landstraße, C für Stadtstraße usw.

Der Empfänger im Auto setzt aus diesen codierten Einzelinformationen wieder eine für den Fahrer lesbare Volltextmeldung zusammen. „Offenbar wurde bei der senderseitigen Codierung ein Fehler gemacht“, vermutet der ADAC-Sprecher. In seltenen Fällen könnten auch Störungen bei der Übertragung dafür verantwortlich sein, dass sich Fehler in die Verkehrsmeldungen einschleichen.

Ob also ein technischer oder ein menschlicher Fehler für die kuriose Katastrophenmeldung verantwortlich war, ist nicht endgültig klar. Von Panikausbrüchen bei Münchner Autofahrern ist unserer Redaktion übrigens nichts bekannt – der Fehlalarm dürfte eher für Belustigung als für Angst und Schrecken auf der A 99 gesorgt haben.

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