Für Notfall stand alles bereit

Flieger aus München muss unerwartet landen

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Links: Der Flieger am Boden. Rechts: Der Blick aus der Maschine: Einsatzkräfte standen für einen Notfall bereit.

München - Es sollte ein ganz normaler Flug von München nach Hamburg werden. Doch für Passagiere und Besatzung endete er nicht nur mit viel Aufregung - sondern auch in einer anderen Stadt.

Es ist 10.55 Uhr, als Flug AB 6300 am Donnerstag am Flughafen München abhebt. Die Maschine macht sich auf in Richtung Norden. Das Ziel: Hamburg. Zu diesem Zeitpunkt wissen die 165 Passagiere noch nicht, dass sie dort nicht landen werden.

Irgendwann im Laufe des Fluges dann machte der Pilot eine beunruhigende Durchsage. Offenbar gebe es ein Problem mit dem Treibstoff. Deswegen müsse die Maschine in Hannover zwischenlanden. "Der Pilot schien an der Panikgrenze", wie uns Passagierin Julia Hannappel am Donnerstag schilderte. Es sei ausdrücklich von einer anstehenden Notlandung gesprochen worden.

Von einer Notlandung spricht Air Berlin allerdings nicht. "Wir haben noch mal mit dem Piloten gesprochen und er hat keine Notlandung angekündigt", sagte Air-Berlin-Pressesprecherin Theresa Krohn gegenüber unserem Online-Portal. Denn die erfordere eine Luftnotlage, die nicht bestanden habe. Dem Piloten sei stattdessen an Bord ein technisches Problem mit dem Spritzsystem angezeigt worden, weswegen er in Hannover um eine Landeerlaubnis für eine außerplanmäßige Zwischenlandung bat. Und die wurde ihm erteilt. Im Zweifel für die Sicherheit.

Also ging das Flugzeug runter und nahm Kurs auf den Hannover Airport. Dort hatten sich inzwischen Polizei und Feuerwehr positioniert, um in Ernstfall sofort einsatzbereit zu sein. Doch soweit kam es zum Glück nicht: Der Airbus landete sicher, wurde auf eine Abschleppfläche gebracht und die Passagiere konnten die Maschine verlassen. Für sie ging die Reise dann per Bus weiter ins noch knapp 140 Kilometer entfernte Hamburg.

Schlussendlich war dann alles halb so wild. In Hannover wurde der Airbus A320 durchgecheckt, und es wurde ein Anzeigefehler festgestellt. Die Maschine hat sich mittlerweile mit der selben Crew schon wieder auf den Rückweg nach München gemacht.

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