Neues Wohngebiet in Allach

Erste Pläne für das Diamalt-Quartier

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Die Diamalt-Zukunft in Allach: Bis zu 600 Wohnungen sowie Gewerberäume sollen voraussichtlich ab 2017 entstehen.

München - Die ersten Entwürfe für das geplante Wohnquartier auf dem ehemaligen Diamalt-Gelände in Allach liegen vor. Sie sehen neben einkommensorientiert geförderten Wohnungen auch zwei Kitas sowie Stadtvillen vor.

Die Bebauung des Diamalt-Geländes in Allach nimmt Gestalt an: Vor kurzem veröffentlichte die Isaria Wohnbau AG, Eigentümerin des ehemaligen Fabrikgeländes im Münchner Westen, einen ersten Entwurf für das neue Wohnquartier. Bis zu 600 Wohnungen sowie Gewerberäume sollen dort voraussichtlich ab dem Jahr 2017 entstehen.

Nach Angaben der Eigentümer richten sich die geplanten Wohnungen an unterschiedliche Einkommensgruppen. Neben frei finanzierten und München-Modell-Wohnungen sollen auch sogenannte EOF-Wohnungen geschaffen werden, bei denen Mieter einkommensabhängig gefördert werden. Der neue Wohnraum soll sich auch an Mieter mit geringem Einkommen richten.

Im Dezember 2015 fiel die Wahl im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs auf den Entwurf des Architekturbüros „pesch partner architekten stadtplaner“. Neben zwei Kitas am nördlichen und südlichen Ende des Geländes wollen die Planer eine Gastronomie- und Einzelhandelsnutzung im denkmalgeschützten Suppenwürze- und Werkstattgebäude einrichten.

Am westlichen Rand des Areals sollen drei- bis viergeschössige Stadtvillen entstehen. Um das bereits sanierte historische Kesselhaus herum planen die Architekten eine Grünfläche. Auch die Grünanlage sowie der Zauneidechsen-Lebensraum am östlichen Rand des Diamalt-Geländes sollen dem Entwurf zufolge erhalten bleiben.

Konkrete Angaben zur Fassadengestaltung konnte die Isaria noch nicht nennen. Sie würden in der kommenden Projektentwicklung ergänzt, hieß es dort auf Anfrage. Die Projektleitung bestätigte jedoch, dass zusätzlich Tiefgaragen für die Pkws der Anwohner errichtet würden, um die umliegenden Wohngebiete zu entlasten. Die angespannte Parkplatzsituation in Allach beschäftigte in der vergangenen Sitzung auch den Bezirksausschuss (BA), der über mögliche Lösungen diskutierte.

Nach Angaben der BA-Vorsitzenden und Stadträtin Heike Kainz (CSU) sollen die Pläne für das Gelände öffentlich ausgestellt werden, um die Bewohner zu informieren. Im Rahmen der Beteiligungsphase würden dann die Anregungen der Bürger aufgenommen und geprüft. Einen Ausstellungstermin konnte Kainz noch nicht nennen.

Sophie Krause

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