Gefährt zu hoch

Lkw-Fahrerin legt Tunnel Allach lahm

München - Eine Lkw-Fahrerin hat am Dienstag den Verkehr im Allacher Tunnel lahmgelegt. Weil ihr Gefährt zu hoch war, hat sie wichtige Einrichtungen beschädigt und heruntergerissen.

Am Dienstag gegen 12.30 Uhr fuhr eine 41-jährige Fahrerin eines Schwertransportes aus Baden Württemberg mit ihrem Lkw-Gespann in den Allacher Tunnel der BAB A 99 in Fahrtrichtung Stuttgart ein.

Auf dem Tieflader befand sich als Ladung ein Radlader mit Bagger-Aufbau, der deutlich zu hoch für eine Durchfahrt durch den Tunnel war und kurz nach der Einfahrt in den Tunnelbereich mit sicherheitstechnischen Anlagen an der Tunneldecke kollidierte und wichtige Einrichtungen beschädigte und zum Teil herunteriss.

Obwohl die Lkw-Fahrerin offensichtlich bemerkt hatte, dass sie an der Decke hängen geblieben war, setzte sie nach einem kurzen Halt ihre Fahrt fort. Aufgrund der Videoüberwachung wurde der Vorfall und das Weiterfahren der Unfallverursacherin laut Polizei schnell bemerkt, so dass diese nach einer kurzen Fahndung mit mehreren Streifenfahrzeugen auf der A 96 im Bereich Germering gestellt werden konnte.

Bei der Aufnahme des Sachverhaltes stellte sich heraus, dass die geladene Raupe eine Höhe von 4,80 Metern aufwies une keinerlei erforderliche Ausnahmegenehmigung mit Fahrtauflagen vorlag bzw. beantragt wurde.

Der Schaden an der Raupe beläuft sich nach Schätzungen vorerst auf ca. 5000 Euro.

Wie hoch der Schaden an den baulichen Einrichtungen des Tunnels Allach ist, steht derzeit noch nicht fest.

Nach dem die beschädigten Deckeneinrichtungen gesichert wurden, konnte zunächst ein Fahrstreifen nach einer Sperre von eineinhalb Stunden in Fahrtrichtung Stuttgart freigegeben werden. Eine Freigabe der ersten Fahrspur verzögerte sich erheblich, da die dazu benötigten Sicherungsfahrzeuge der Autobahnmeisterei hoffnungslos im entstandenen Stau stecken blieben. Weil nach Angaben der Polizei die Fahrzeuge keinerlei Rettungsgasse gebildet hatten und die Fahrer teilweise von Polizeibeamten zu Fuß persönlich aufgefordert werden mussten, durch Rangieren ein Durchkommen für die Sicherungsfahrzeuge zu ermöglichen.

Rubriklistenbild: © mm (Archiv)

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