Hickhack um erhöhte Sicherheitsvorschriften

Brunnenfest am Viktualienmarkt fällt heuer ins Wasser

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Bei vielen Münchnern beliebt: Das Brunnenfest.

München - Tausende Münchner strömten die letzten Jahre aufs Brunnenfest am Viktualienmarkt. Doch heuer werden sie enttäuscht: Nach Ärger um Sicherheitsauflagen fällt es aus.

Bodenständig, mit Musik wie früher und mit alten Gewändern: Es ist ein Fest für die Münchner. Oder besser gesagt: Es WAR ein Fest für die Münchner … Denn obwohl die Stadt das sechste Brunnenfest am Viktualienmarkt auf ihrer Homepage nach wie vor für den 5. August ankündigt, fällt es heuer ins Wasser. 

Der Hintergrund: Erhöhte Sicherheitsauflagen haben für Hickhack und Ärger zwischen den bisherigen Veranstaltern und der Stadt gesorgt. Der aus dem BR bekannte Kabarettist Jürgen Kirner (56, Brettl-Spitzen) will heuer nicht mehr als Veranstalter auftreten. Das Fest sei schon in den Vorjahren von ihm und Marktleute-Sprecherin Elke Fett (72) weitgehend in Eigenregie mit weiteren Helfern organisiert worden, so Kirner. „Nach Paris und Brüssel gibt es aber verschärfte Sicherheitsvorschriften.“ 

Es sei schon immer ein Drahtseilakt gewesen, das Fest zu veranstalten. „Doch dieses Jahr war es mir zu heikel, falls etwas passiert.“ Dann hätten die Veranstalter auch mit ihrem Privatvermögen haften müssen, so Kirner. Dazu sieht sich auch Elke Fett nicht in der Lage. Sie hätte zusätzlich einen Sicherheitsdienst engagieren müssen. Die Auflagen seien schlicht zu hoch, sagt sie: „Ich kann doch nicht dafür geradestehen, dass keine Bombe hochgeht.“

Stadt hat Unterstützung als Veranstalter angeboten

An dieser Stelle hat die Stadt nach tz-Informationen zwar Unterstützung als Veranstalter angeboten - damit wäre auch die Haftungsfrage geklärt gewesen. Zu einer Einigung kam es trotzdem nicht. Und die Leidtragenden sind die Bürger, die auf die traditionell-bunte Gaudi verzichten müssen. Hickhack & Ärger … 

Und die Stadt bedauert. Die Großmarkthalle als Vermieterin habe das Brunnenfest immer unterstützt und etwa einen Sanitätsdienst zur Verfügung gestellt, sagt Kommunalreferats-Sprecher Bernd Plank. Immerhin: Das Aus für heuer heiße nicht, dass es das Brunnenfest in den kommenden Jahren nicht wieder geben könne. Jetzt wollen alle Beteiligten nach einer neuen Organisationsform für nächstes Jahr suchen. 

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