Laut Medienbericht

Café Tambosi am Odeonsplatz schließt

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Laut einem Medienbericht hört der Pächter des Cafe Luigi Tambosi am Odeonsplatz zum Ende des Jahres auf.

München - Laut einem Medienbericht hört der Pächter des Cafe Luigi Tambosi am Odeonsplatz zum Ende des Jahres auf - wegen hoher Miete.

Wieder könnte München um ein Stück Lokal-Geschichte ärmer werden,  wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer Freitagsausgabe berichtet, steht dem Cafe Luigi Tambosi am Odeonsplatz -  ja, das Tambosi - zum Ende des Jahres zumindest ein Pächterwechsel bevor.

Der Wirt des Kaffeehauses, Frank Waldecker, nannte gegenüber der SZ als Grund eine „exorbitante Mieterhöhung“. Die neue Miete des zum Ende des Jahres auslaufenden Pachtvertrags „hätten wir mit dem, was wir vorhatten, nie erwirtschaftet“. Über die künftige Höhe der Pacht wurde nichts bekannt.

Gegenüber der tz wollte sich gestern Abend niemand im Tambosi zu den Vorgängen äußern. Eigentümer des Hauses ist laut SZ eine zur Inselkammer-Gruppe gehörende GmbH & Co. KG. Diese gab an, dass man das Lokal modernisieren und an einen gastronomischen Betrieb verpachten werde. Wer das sein wird, und mit welchem Konzept, blieb offen.

Tambosi gehört zu München wie das Hofbräuhaus

Das Luigi Tambosi mit seinen 120 Sonnenplätzen vor der Feldherrnhalle und den 600 Plätzen im Hofgarten gehört zu München wie das Hofbräuhaus. Frank Waldecker und seine Ehefrau Andrea führten das Cafe seit 1997. Damals hieß es noch Cafe Annast. Unter den Wirtsleuten wurde das Tambosi bekannt bei Einheimischen und Touristen. Das Kaffehaus blickt auf eine lange Tradition zurück, es wurde 1775 von dem Italiener Sardi eröffnet und ist damit das am längsten durchgehend betriebenes Kaffeehaus in München. Im Jahr 1810 übernahm es Luigi Tambosi, dessen Familie es bis zum Jahr 1871 weiterführte. Noch-Pächter Waldecker schwebte nun eine „behutsame Modernisierung“ vor: Wieder mehr Lokal, weniger Terrasse.

Dass es nun nicht mehr so kommen wird, sieht Waldecker nun zwar „mit einem weinenden Auge“. Zur SZ sagte er aber auch: „Der Abschied hat auch etwas Befreiendes.“ Na denn, Arrividerci. Wer nun kommen wird, darüber darf nun fleißig spekuliert werden, der Sommer ist noch lang, es gibt viel Gesprächsstoff auf der Sonnenterrasse vor der Theatinerkirche.

MC

Markus Christandl

Markus Christandl

E-Mail:markus.christandl@tz.de

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