Unfall am Isartor - Stammstrecke gesperrt

22-Jähriger stürzt ins Gleis - drei Lokführer bemerkten ihn nicht

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Am Isartor ist ein Rosenheimer in die Gleise gestürzt.

München - Am Sonntagmorgen kam es an der Stammstrecke in München zu einem schlimmen Unfall. Ein 22-Jähriger stürzte ins Gleis und zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu.

Der Sonntagmorgen begann für viele Münchner mit einer wenig erfreulichen Meldung: Die gesamte Stammstrecke zwischen Ostbahnhof und Pasing fast drei Stunden gesperrt. Der Grund dafür war dramatisch. Ein 22 Jahre alter Mann war an der Station Isartorplatz in die Gleise gefallen und zog sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zu.

Wie die Bundespolizei meldet, wurde gegen 6.28 Uhr von einem Triebwagenführer "eine im Gleisbereich liegende Person" gemeldet. Wie eine Kameraauswertung ergab, war diese Person bereits neun Minuten vorher ins Gleis gestürzt und wurde danach von drei einfahrenden S-Bahn-Führern nicht bemerkt. Dies lag daran, dass der junge Mann nach seinem Sturz zunächst in der Nähe einer Rettungsnische zum Liegen kam und dadurch schlecht sichtbar war.

Mann aus Rosenheim lag schwer verletzt an den Gleisen

Das zeigte die App der Deutschen Bahn am Sonntagmorgen an.

Erst der besagte Triebwagenführer der vierten S-Bahn bemerkte etwas im Gleis. "Bei der Nachschau wurde der Gestürzte unter der Rettungsnische erkannt", heißt es im Bericht der Bundespolizei. Nach der Alarmierung der Rettungskräfte wurde der aus Rosenheim stammende Schwerverletzte geborgen und mit "lebensbedrohlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht."

Wie auf den Videoaufnahmen ersichtlich, saß der Mann zunächst auf einer Bank und verließ diese dann stark torkelnd. Offenbar war er alkoholisiert. Nachdem er sich zunächst auf dem Bahnsteig aufhielt, ging er den Gleisen entgegen und stürzte dann unglücklich.

bix/sahli

Xaver Bitz

Xaver Bitz

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Miriam Sahli-Fülbeck

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