Goethe-Institut wird abgerissen

Hier entsteht bald die nächste Bettenburg für die Innenstadt

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Um dieses Geschäftshaus geht’s: Das Gebäude an der Sonnenstraße 25 wird bald abgerissen

München - Das Gebäude mit der Hausnummer 25, in dem unter anderem das Goethe-Institut, die Stadt und die Schwulen-Diskothek NY Club Mieter sind, wird abgerissen.

Bald rumpelt’s an der Sonnenstraße: Alle müssen Ende des Jahres raus. Hier soll ein neues Hotel entstehen.

„Die Ausschreibung für den Abriss läuft“, sagt Stefan Reithmayer von Apollo Propety Management, die das Objekt betreut. Geplant sei, dass der Abriss Anfang kommenden Jahres startet. Wegen der sensiblen Lage zwischen zwei Häusern und über einer Tiefgarage werde das wohl einige Monate in Anspruch nehmen. Über das neue Projekt kann Reith­mayer nicht viel sagen. „Geplant ist ein Hotel. Der Eigentümer ist ein britischer Investor, der im Hotelbereich tätig ist.“

Zunächst müssen erst einmal die Mieter weichen. Einige haben Glück und planen die Zukunft in neuen Wänden. Das Goethe-Institut, das 35 Jahre lang hier drin war, wird ab Mai in die Haidhauser Rablstraße wieder starten. Die Tanzschule Wolfgang Steuer kann den Tanzsaal im Deutschen Theater nutzen. Der Betreiber der Eden Bar, Waldemaar Moor, ist allerdings noch auf Immobiliensuche. „Der Markt ist hart umkämpft, auch weil die Clubs aus der Kultfabrik auf der Suche sind. Die Preise sind sehr hoch. Ich weiß noch nicht, wie es weitergeht …“

Ken Koch ist der Betreiber des NY Clubs.

Die Eden Bar ist nicht die einzige Party-Location, die weichen muss. Das ruft bin der Partyszene auch Unverständnis hervor. David Süß vom Harry Klein sagt: „Wer braucht noch ein Hotel in der Innenstadt? Jetzt gilt es, dass wir noch dichter zusammenrücken.“ Denn auch der NY Club, eine der letzten schwulen Diskotheken Münchens, ist wegen des Abrisses bedroht. Betreiber Ken Koch kämpft aber um den Erhalt: „Ich bin an zwei Locations dran. Wenn alles gutgeht, gibt’s einen nahtlosen Übergang – und wir stehen nächstes Jahr wieder auf der Bühne des Nightlife Awards.“

Weitere Hotelprojekte in der Innenstadt

Touristenmagnet München: In der Landeshauptstadt entstehen immer mehr schicke Hotels, andere Gebäude müssen dafür weichen. Die nächsten großen Projekte: Hugendubel-Haus: Unten entsteht der neue Flagship-Store der Telekom, in den beiden oberen Stockwerken wird residiert. Nobel mit Blick auf den Marienplatz. 26 Zimmer und Suiten will das Münchner Familienunternehmen Geisel bereitstellen. Eröffnung Ende 2017.

Königshof: Der Neubau wird ein Ausrufezeichen und stammt von den spanischen Architekten Nieto/Sobejano. Ende 2017 soll der bisherige Nachkriegsbau abgerissen werden, zwei Jahre später das neue Haus stehen. Der neue Königshof (Foto oben) beherbergt 95 Zimmer und Suiten.

Kardinal-Faulhaber-Straße: Die Bayerische Hausbau eröffnet hier ein neues Luxus-Hotel mit 150 Zimmern. Gleich daneben, was schon für Gerichtsstreit sorgte: das Nobel-Hotel Bayerischer Hof, das seine oberen Etagen neu gestalten will.

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