Neues Rischart-Lokal

MaxEatery am Stachus: Dieses Café ist eine Schau

+
MaxEatery: Das neue Schmuckstück am Stachus.

München - Der Name ist eine Hommage an den Ur-Urgroßvater: Max Rischart sen. hat 1883 die Bäckerei gegründet und etabliert, mit der MaxEatery geht das Unternehmen jetzt einen großen Schritt ins Feld der Gastronomie.

„Wir wollten ein Angebot schaffen, das zur Atmosphäre des Stachus passt und zu jeder Tageszeit für jeden etwas bietet“, erklärt Inhaber Magnus Müller-Rischart. Dessen Urgroßvater Max Rischart jun. wiederum hatte seinerzeit das Geschäft an den Marienplatz gebracht, nun ist der Stachus dran, den der Vorfahr seinerzeit auch schon im Visier hatte.

MaxEatery hat eine ausgefallene Einrichtung – wie z.B. Tomatensesseln.

Vorbei am Straßenverkauf mit Eis, Kaiserschmarrn und Flammkuchen und hinauf in den ersten Stock: Die denkmalgeschützten Räume mit Stuck und Kronleuchtern hat Designerin Angelina Hien, die für Rischart auch das Café Kaiserschmarrn auf der Wiesn gestaltet hat, mit deutlichem Augenzwinkern eingerichtet. Hocker, die aussehen wie überdimensionierte Macarons, ein runder „Tomatensessel“ stechen sofort ins Auge, später nimmt man auch das weiß eingefärbte Besteck wahr, das vom Kronleuchter baumelt, ebenso den „Obst“-Stuck an der Wand. Den Blick über den Stachus bekommt man aus dem ersten Stock des Rondellgebäudes von 1802 obendrein.

Café MaxEatery mit atemberaubendem Ausblick.

Anders als in den fünf Rischart-Cafés wird in der MaxEatery ein gastronomisches Komplettprogramm angeboten – vom Frühstück bis zum Schlummertrunk. Los geht’s mit acht Frühstücksvarianten vom „Max-Klassiker“ mit Schinken, Käse, Ei und einem gut bestückten Brotkorb (5,40 Euro) bis zum XXL-Frühstück mit allem drum und dran (15,60 Euro), das sich für 8,80 Euro um je eine Person aufstocken lässt. Mehr als ein Snack sind die sieben Flammkuchen-Varianten (ab 8,60 Euro), bei den Hauptgerichten geht’s rund um den Globus, mit Kässpatzn (13,20 Euro), Filet-Steak 28,80 Euro) und „Max-Curry“ 16,80 Euro). Nicht fehlen darf natürlich der Kaiserschmarrn, der in fünf Varianten auf der Karte steht (ab 8,90 Euro): ganz klassische mit Apfelmus oder Zwetschgen- bzw. Marillenröster, mit Eierlikör und Walnüssen oder mit Vanilleeis und Preiselbeeren. In die Tassen bzw. Gläser kommen ein Dutzend Kaffeespezialitäten, Hacker Hell (0,5 l für 4,40 Euro), neun Weine (0,25 l ab 6,40 Euro) und alleine drei verschiedene Gin Tonic (ab 8.90 Euro). Max Rischart würde es gefallen.

Jossi Loibl

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Kommentare

Tina djegoAntwort
(0)(0)

Nein ich kann ihnen versichern so eine ungemütliche Einrichtung gefällt nicht jeder Frau

Frank
(1)(0)

Ich finde es schade, dass das Stacherias nicht mehr da ist. Ob möglicherweise wegen Wirtschaftlichkeit, einer Mieterhöhung oder ob der Mietvertrag nicht verlängert wurde, weiß ich nicht. Im Fenster hatte ich den Schriftzug „Wir bauen für sie um“ gelesen und meine Vermutung war, dass das Stacherias bald wieder zurück ist. „Zeit wird´s“ hab ich mir gedacht, da die Stühle schon längere Zeit einen neuen Bezug gebraucht haben, die Wände mal einen Eimer Farbe vertrugen und schon sehr viele kleine Engel in den Räumen waren (bestimmt 15 bis 20 – etwas kitschig). Der Service hingegen war stets top. Alles in allem hatte es einen gewissen Charme. Pro Jahr war ich bestimmt so 5 bis 6 Mal dort und über die Jahre hatte ich nur zweimal einen nicht so guten Tag der Küche erwischt und den kann jeder mal haben. Nun haben wir also dort Max Eatery, ein Laden der zu Rischart gehört und die in München mehr als 15 weitere Läden und Verkaufsstände haben. Für mich ein weiterer Beweis, dass es in der Innenstadt nur noch größere Ketten schaffen und somit die Vielfalt weiter verloren geht. Sehr durchgestylt und von den Bildern der Einrichtung her wohl eher etwas für die Damenwelt ist. Mich als Mann spricht das erst einmal nicht an. Ich brauche keine Macaron-Hocker und Stühle, die von der Anmutung und der zu erwartenden Bequemlichkeit her von einem schwedischen Möbelhaus kommen könnten. Zugegeben ich bin skeptisch und werde mit Aufmerksamkeit die neuen Bewertungen für das Max Eatery lesen. Und als nächstes bin ich gespannt, was die Inselkammer Gruppe im neuen Jahr aus dem Tambosi macht, dass ja u.a. wegen einer Verdoppelung der Miete zum Jahreswechsel schließt und somit eine weitere Institution verschwindet.

Tina djego
(0)(0)

Sorry aber die Einrichtung ist eine Katastrophe ...aber wer das mag warum nicht ..