Immer mehr Störungen

Nach Brand am Odeonsplatz: Harte Kritik am U-Bahnsystem

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Die Feuerwehr rückte am Dienstagabend mit einem Großaufgebot am Odeonsplatz an.

München - Eine Rauchentwicklung an einer U-Bahn der Linie U3 am Odeonsplatz hat am Dienstagabend zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt. Der Fahrbetrieb der U3 und U6 musste unterbrochen werden, am Tag danach hagelt es heftige Kritik.

Fahrgäste der Münchner U-Bahn-Linien U3 und U6 hatten es am Dienstagabend wahrlich nicht leicht. Mitten im Feierabendverkehr gegen 19 Uhr wurde eine Rauchentwicklung an einer Achse der U3 in Fahrtrichtung Marienplatz festgestellt. Aus Sicherheitsgründen wurden deshalb die Wagons, Bahnsteige und der gesamte U-Bahnhof Odeonsplatz evakuiert. Der Fahrbetrieb zwischen Münchner Freiheit und Sendlinger Tor musste zwischenzeitlich unterbrochen werden.

Wie es zu der Rauchentwicklung kommen konnte, ist bislang nicht bekannt. Die "Aktion Münchner Fahrgäste" kritisiert das bestehende Linienverkehrssystem: "Dieses Ereignis zeigt die Schwächen des zentral auf die Stadtmitte ausgerichteten Linienverkehrssystems. Eine Störung an einem zentralen Umsteigebahnhof führt zu schwersten Beeinträchtigungen der Fahrgäste", sagte Sprecher Andreas Nagel.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung heißt es: "Es war eine grundsätzlich falsche Entscheidung, sogenannten Parallelverkehr nicht zuzulassen und mit Eröffnung von unterirdischen Strecken an der Oberfläche einen Kahlschlag durchzuführen. Auch ist es in den letzten Jahrzehnten nicht gelungen, leistungsfähige Tangentialverbindungen zu schaffen, weder im Norden, noch im Westen."

Die "Aktion Münchner Fahrgäste" führt außerdem an, dass das einst vorbildliche und zuverlässige U-Bahnsystem inzwischen immer mehr Störungen aufweist und plädiert deshalb für eine gründliche Pflege und Wartung der Anlagen, Einrichtungen und Fahrzeuge. Schließlich bezahle der Fahrgast auch für die Zuverlässigkeit der Systeme. "Wir fordern eine bessere Vernetzung und Überlagerung der verschiedenen Verkehrsmittel, damit die Fahrgäste auch im Falle von Störungen einigermaßen zeitgerecht an ihr Ziel kommen", so Andreas Nagel.

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Brand einer U-Bahn am Odeonsplatz München: Bilder

sk

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