Fußgängerzone

Sendlinger Straße: Weiter Ärger um den Abfall

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Wird bald testweise zur Fußgängerzone: die Sendlinger Straße.

München - Stadt will im Testjahr der Fußgängerzone in der Sendlinger Straße die Reinigungsgebühren nicht erhöhen. Danach allerdings droht eine Vervierfachung.

Die Sendlinger Straße soll zur Fußgängerzone werden, das steht fest. Ab Juli wird der ganze Straßenverlauf – zunächst testweise für ein Jahr – für den Straßenverkehr gesperrt. Nicht alle Anlieger finden das gut. Dass Gewerbetreibende und Anwohner sich zumindest für den Probezeitraum weniger Sorgen machen müssen, wurde jetzt auf der letzten Sitzung des Bezirksausschusses (BA) Altstadt/Lehel bekannt gegeben. Denn zumindest die Straßenreinigungsgebühren bleiben in der neuen Fußgängerzone vorerst auf dem alten Niveau. Eigentlich würde die Umwidmung zur Flaniermeile eine deutliche Erhöhung der Gebühren mit sich bringen: von 50 auf knapp 200 Euro pro laufendem Meter, wie im BA vorgerechnet wurde.

Auf Anfrage des BA sicherte die Stadt nun zu, zumindest im Testjahr die Gebühren nicht zu erhöhen. Zunächst wolle man die Straße weiter im bisherigen Rhythmus reinigen. Sollte sich zeigen, dass durch mehr Fußgänger auch mehr Dreck entsteht, wolle man zwar die Reinigungsfrequenz erhöhen, die entstehenden Mehrkosten aber zunächst nicht auf die Anlieger umlegen. Dazu, dass nach dem Testjahr aber nach wie vor eine Erhöhung der Gebühren im Raum steht, gab es, trotz des Entgegenkommens der Stadt, kritische Stimmen im BA. „Es kann nicht sein, dass die Anlieger für Verschmutzung aufkommen müssen, die nicht von ihnen verursacht wird“, sagte Christian-Georg Siebke (FDP). Da dies nicht nur auf die Sendlinger Straße zutreffe, forderte die FDP ein Überdenken der Lastenverteilung bei der Straßenreinigung in Fußgängerzonen. Der Vorschlag fand bei den anwesenden Anwohnern große Zustimmung.

Da die erst kürzlich beschlossene Umwandlung der Sendlinger Straße nicht nur in Sachen Straßenreinigung bei den Anliegern Fragen aufwarf, versprach der BA, sich in seiner nächsten Sitzung nochmals ausführlich mit deren Sorgen zu beschäftigen.  

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