Am kommenden Sonntag

Sportfestival auf dem Königsplatz

Schwerelos scheinen die Akrobaten zu sein, die auf der Slackline ihr Können zeigen. Foto: Tom Gonsior

München - 60 Sportarten zum Mitmachen und Ausprobieren. Dabei fordert Marseille fordert München zum Slackline-Wettbewerb heraus.

München oder Marseille? Welche Stadt beweist mehr Gleichgewicht auf der Slackline? Um diese Frage geht es am Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr beim Münchner Sportfestival auf dem Königsplatz. Gesucht werden möglichst viele Teilnehmer, die zehn Sekunden lang ihr Gleichgewicht auf dem Wackel-Spanngurt halten können. Marseille hat bereits vorgelegt und 420 Personen gefunden. Jetzt ist München gefragt. Die „Most Balanced City Challenge“ ist nur ein Programmpunkt beim großen Sportfestival, das zum siebten Mal auf dem Königsplatz stattfindet. Rund 90 Sportarten – vom Baseball bis Zirkusartistik – können die Besucher kostenlos ausprobieren.

Die diesjährigen Höhepunkte: Ein 600 Quadratmeter großer Strandbereich, auf dem Profi-Beachvolleyballer Jonas Reckermann sein Können zeigt und zum Mitspielen einlädt. 200 Tonnen Sand werden dafür vor der Glyptothek aufgeschüttet. Neben Beachvolleyball und Beachsoccer wird auch Footvolley sowie die neue Trendsportart Youfo, ein Mix aus Lacrosse, Hockey und Frisbee, gespielt. Vor der staatlichen Antikensammlung auf der gegenüberliegenden Seite zeigen die Slackline-Cracks ihre Tricks und Stunts. Zu den Globetrotter World Slackline Masters hat sich die Weltelite aus Brasilien, Chile, Japan, USA, Spanien, Estland, Holland für das Team-Battle und das Damen-Duell angekündigt. Die Finale finden um 16.45 und 17 Uhr statt.

Jonglier-Weltrekordhalter Stephan Ehlers peilt einen neuen Weltrekord an. Dazu sucht er möglichst viele Jonglier-Anfänger, die um 14 Uhr gleichzeitig das Jonglieren in zehn Minuten erlernen sollen.

Auf zwei großen Bühnen und an diversen Ständen kann man neben Klassikern wie Handball, Tischtennis, Tanzen und Fitness auch außergewöhnliche Sportarten kennenlernen. Viele Anbieter und Sportvereine geben einen umfassenden Überblick über die Münchner Sportlandschaft. Man erfährt, was sich hinter philippinischer Kampfkunst verbirgt und wie Crossminton, eine Mischung aus Badminton, Squash und Tennis, funktioniert. „Wir wollen deutlich machen, wie viele Sportarten es in München gibt“, sagt SPD-Sportsprecherin Verena Dietl. Das Motto laute: Sei dabei und entdecke deinen Sport. „Dafür ist keiner zu alt oder zu jung.“ Ob Freestyle-Frisbee, Parkour, Speedskaten, Golfen, Einrad fahren oder Linedance – für jeden sei etwas dabei. „Schließlich sind wir Sportstadt Nr. 1 und wollen es auch bleiben.“

Der Stadtrat unterstützt das Spektakel mit 100 000 Euro. Die Kosten der Beach-Area trägt Sponsor M-Net. Zum ersten Mal gibt es einen Bull Riding Contest, bei dem Wagemutige ihre Sattelfestigkeit unter Beweis stellen können.

Am acht Meter hohen Kletterturm können Groß und Klein gut gesichert Höhenluft schnuppern. Das Sportreferat lädt außerdem zum Outdoor-Triathlon für Jedermann ab acht Jahren mit Bogenschießen, Mountainbiken und Tragerlklettern ein. Im DAK-Kinderland können schon kleine Entdecker ab vier Jahren einen Spiel- und Spaß-Parcours absolvieren. Im Food Market, einem großen Biergarten sowie der beach38˚-Bar können sich die Sportler nach gtaner Arveit stärken. 

Carmen Ick-Dietl

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