Er sitzt bereits im Gefängnis

Nach drei Jahren: Kippen überführen Kiosk-Räuber

München - Eine Zigarette zur falschen Zeit am falschen Ort: Die Polizei hat nach drei Jahren per DNA-Test einen Kiosk-Räuber überführt. Er ist auch noch für andere Taten verantwortlich.

Kurzer Rückblick in den Sommer 2013: In den Abendstunden hat die Besitzerin eines Andenkens- und Zeitungskiosk am Münchner Marienhof ihre Verkaufsständer in das Geschäft geräumt, als sie bemerkte, dass ein Fremder in den Laden ging. Der Mann öffnete eine Holzschublade und nahm die Tageseinnahmen heraus. Die Münchnerin wollte den Dieb noch aufhalten, er schubste sie aber zur Seite und verlor eine Kippenschachtel.

Die Kiosk-Besitzerin rief die Polizei und erinnerte sich im Gespräch mit den Beamten daran, dass der Mann schon am Nachmittag rauchend auf einer Parkbank gesessen hatte. Die Beamten fanden dort Zigarettenstummel, die die gleiche Marke hatten wie die verlorene Schachtel nach dem Raub.

Die DNA wurde gesichert, führte aber erst Jahre später zu einem Treffer und vor kurzem schließlich zum Täter: Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich um einen 42-jährigen rumänischen Staatsbürger. Er ist auch noch für den Überfall eines Asia-Marktes im November 2013 in München verantwortlich. 

Der Täter sitzt derzeit in Holland im Gefängnis.

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Rubriklistenbild: © dpa

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