Geänderte Linienführung

Neuer Bus-Ärger am Marienplatz

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Der 52er-Bus soll statt am Marienplatz (Foto) am Rindermarkt halten – das ärgert viele.

München - Der 52er-Bus soll statt am Marienplatz am Rindermarkt halten – das ärgert viele.

Nein, es wird nicht ruhig um den Busverkehr in der Innenstadt. Bürgermeister Josef Schmid (46, CSU) will heute im Wirtschaftsausschuss eine geänderte Linienführung für den 52er vorschlagen – aber schon vorher regt sich Widerstand …

Bereits seit Mitte Februar dürfen keine Busse mehr am Marienplatz halten. CSU und SPD hatten vorigen Herbst beschlossen, dass Münchens gute Stube künftig komplett für Busse, Räder, Rikschas und Taxis tabu ist.

Vor allem in Untergiesing gibt’s aber Widerstand gegen den Plan, den zum Tierpark fahrenden 52er-Bus umzuleiten. Erst endete er an einer Seitenstraße am Sendlinger Tor, derzeit kriecht er zum Stachus. Im April gab Bezirksausschussvize Melanie Kieweg 5500 Unterschriften bei OB Dieter Reiter (58, SPD) ab, in denen der Erhalt des Marienplatzes als Endstation des 52ers gefordert wurde.

Schmids neuer Plan: Der 52er soll über Rindermarkt und Sendlinger Tor fahren. Damit läge die nächste Haltestelle des 52ers rund 250 Meter vom Marienplatz weg. Kieweg genügt das nicht: „Wir werden am 14. Juli um 17.45 Uhr gegen das Aus für den 52er-Bus am Marienplatz demonstrieren.“

Der 132er käme dem Marienplatz noch viel näher: Er soll über Tal, Viktualienmarkt und Frauenstraße fahren. Das bringt den Radlerverband ADFC auf die Palme. Denn die Kustermannfahrbahn soll auf Wunsch der MVG Fußgängerzone bleiben. Radler müssten Schritttempo fahren.

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J. Welte

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