Spur der Verwüstung in Maximilianstraße

Riesen-Schaden an Edel-Läden: Vandalen aus der Punk-Szene?

Vandalismus in München Innenstadt
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Der verursachte Schaden ist enorm.

München - Am Samstag hinterließen Vandalen in der Maximilianstraße eine Spur der Verwüstung. Wer war das? In der Sparkassenstraße wurden die Beamten möglicherweise fündig.

Üble Fassaden-Schmierereien an der noblen Maximilianstraße: Zwischen Wurzerstraße und Altstadtring haben unbekannte „Künstler“ auf einer Länge von mehr als 150 Metern eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die herrschaftlichen Fassaden und Schaufenster von Edel-Boutiquen wie Gucci und Escada besprühten die Unbekannten mit pinken, blauen und schwarzen Schlangenlinien. Zudem hinterließen die Vandalen Parolen wie „Yuppies, verpisst euch!“, „ACAB“ (All Cops Are Bastards) und „Kill Cops“.

Wer hinter den Schmierereien steckt, ist noch unklar. Jedenfalls alarmierten am Samstagabend Passanten die Münchner Polizei. Sie hatten gegen 23 Uhr eine größere Gruppe von der Feldherrnhalle über die Maximilianstraße ziehen sehen. Sie gaben an, aus dieser Gruppe heraus würden Einzelne mit Sprühdosen zahlreiche Hausfassaden besprühen. Sofort rückten etliche Polizeistreifen aus, um nach den Vandalen zu suchen. In der Sparkassenstraße wurden die Beamten möglicherweise fündig. Vor den sogenannten Kunst-Arkaden, einem städtischen Veranstaltungsraum, traf die Polizei rund 80 Besucher einer Vernissage mit anschließendem Punk-Konzert mit drei Bands an. Während ein Großaufgebot an Beamten die Personalien feststellten, kam es auch zu vereinzelten Beleidigungen gegenüber den Polizisten.

Ob diese Gruppe jedoch für die Schmierereien verantwortlich ist, muss jetzt ermittelt werden. Auf der Facebook-Seite einer der Punk-Bands heißt es: „Da wird’ eine Ausstellung geben und dann gibt’s uffta uffta, aber nicht zu knapp! Es wird wohl noch mehr passieren, aber was das ist, müsst ihr selbst herausfinden.“

Während des Einsatzes musste der verkehr zwischen Tal und Ledererstraße gesperrt werden. Die Ermittlungen dauern an. 

JAM

Vandalismus in der Innenstadt: Bilder

Vandalismus in der Innenstadt: Bilder

Vor meiner Haustür

Sehr bedauerlich so was. Ich glaube nicht, dass ich etwas in so einem Ausmaß schon einmal gesehen habe. Dann auch noch in der Maximilianstraße. Ich wohne schräg gegenüber. Bei mir im Haus gab es auch mal Graffitis, bis wir dann eine Kamera installiert haben.

Wolfgang Koch (81), Rentner

Einfach unmöglich!

Das ist doch nur primitiv. Es ist ja keine Kunst, was hier gemacht wurde, sondern Vandalismus. Unmöglich! Denen sollte man einen Stift und Block in die Hand drücken, dann vergreifen sie sich nicht mehr an Hauswänden.

Karin (52) und Peter Stinglwagner (73), IT-Fachfrau und Rentner aus Unterhaching

Das sollten sie selber putzen!

Das ist doch schlimm. Ich glaube, das hat auch ein bisschen was mit dem Neidfaktor zu tun, wenn hier die Nobelgeschäfte beschmiert werden. Ich würde es die Täter selbst sauber machen lassen – als kleine Lektion. Was anderes scheint ja als Strafe nicht zu helfen.

Gerhard Rödel (72), Rentner aus Freising

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