München hat sein kleines Wahrzeichen wieder

Schöner neuer Monopteros: Nach einem Jahr fallen die Hüllen

+
Ein Jahr war der Tempel verhüllt – jetzt ist der Blick frei.

München - Ein Jahr lang wurde der Monopteros im Englischen Garten saniert, jetzt erstrahlt er wieder in altem Glanz. Damit das so bleibt, trägt der Tempel einen nagelneuen Graffiti-Schutz.

Der Englische Garten hat einen neuen Nackerten. Eigentlich ist es ja ein alter Bekannter, er war nur lang weg … Nun aber erstrahlt der Monopteros endlich wieder in vollem Glanz – ohne Gerüst, ohne Verkleidung, ganz unverhüllt.

Aber verändert hat er sich in den letzten Monaten! Im August 2015 hatten die Münchner das letzte Mal einen freien Blick auf ihr kleines, aber feines Wahrzeichen erhaschen können – dann wurde der Tempel restauriert. 750 000 Euro hat die Generalüberholung gekostet. Die zehn ionischen Säulen sind gereinigt, von Algen befreit, fehlende Steinstücke eingefügt. Das Dach leuchtet wieder farbenfroh – genauso, wie es Architekt Leo von Klenze ersonnen und gezeichnet hatte. Außerdem wurden Kuppel, Podium und Mittelsäule auf Vordermann gebracht. Und die Verjüngungskur hat angeschlagen: Der Monopteros strahlte am Mittwoch mit der Sonne um die Wette! Damit das so bleibt, trägt der Tempel einen nagelneuen Graffiti-Schutz.

Leo von Klenze vollendete auf Geheiß von König Ludwig I. den Rundtempel im griechischen Stil 1836. Der Bau ruht auf einem 15 Meter hohen Backstein-Fundament.

Schon seit den 60er-Jahren tummeln sich auf einigen Wiesen im Englischen Garten die Anhänger der Freien Körperkultur. Frei ist nun auch wieder der Blick auf den Monopteros: 180 Jahre alt – und noch kein bisserl runzlig …

Tobias Scharnagl

Tobias Scharnagl

E-Mail:Tobias.Scharnagl@tz.de

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Kommentare