BA will Anlage zurück

Schulcontainer oder Sport: Weiter Kampf ums Tivoli-Tennis

Vergangenheit: So sah die Tennisanlage unweit des Englischen Gartens aus. Heute stehen hier Schulcontainer, die als Ausweichquartier für die Wilhelms-Schüler dienen. foto: Schlaf/archiv

München - Der Bezirksausschuss (BA) Altstadt-Lehel kämpft weiter um die Wiedereröffnung der Tivoli-Tennisanlage an der Oettingenstraße 74. Der Sportplatz am Englischen Garten musste vor zwei Jahren schließen, weil die Stadt die Fläche als Ausweichquartier für die Schüler des Wilhelmsgymnasium nutzt.

Seit mehr als einem Jahr stehen auf dem Areal am Englischen Garten nun Container, in dem die Schüler unterrichtet werden. Die Sanierung und Erweiterung des denkmalgeschützten Wilhelmsgymnasiums im Lehel dauert noch bis 2018. Als Kosten sind 53,6 Millionen Euro veranschlagt.

Der BA hat nun seine Forderung erneuert, dass nach Rückkehr der Wilhelmsschüler ins Stammhaus an der Thierschstraße die Container abgebaut und die Tennisanlage wiederhergestellt wird. „Wir wollen eine öffentliche Diskussion erreichen“, bekräftigte der stellvertretende Vorsitzende des Bezirksausschusses, Wolfgang Püschel (SPD). Womöglich müsse der Stadtrat umdenken und von einer weiteren Nutzung für Schulzwecke am Tivoli-Gelände absehen. Dort waren 90 Jahre lang Tennisplätze beheimatet.

Das die Initiative des Stadtteilgremiums von Erfolg gekrönt sein wird, ist aber unwahrscheinlich. Das Schulreferat hatte bereits im Sommer bekanntgegeben, dass die Container längerfristig genutzt werden sollen. „Auch aus wirtschaftlicher Sicht“, wie es hieß. Im Rahmen der Schulbauoffensive werden in den nächsten Jahren viele Schulgebäude komplett saniert. Als Nachnutzer des Wilhelmsgymnasiums soll von September 2018 an das Schwabinger Maximiliansgymnasium interimsweise auf dem Tivoli-Gelände untergebracht werden. Auch beim Maximiliansgymnasium ist eine Generalsanierung des Stammschulhauses vorgesehen. 

Klaus Vick

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