Vergrößerung der Fußgängerzone

Streit um die Sendlinger Straße: "Das ist ein Skandal"

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Die Sendlinger Straße soll ganz zur Fußgängerzone werden.

München - Der Zoff um die Fußgängerzone in der Sendlinger Straße geht weiter. Zwar bietet das Planungsreferat nun einen Termin für eine Diskussionsrunde an. Allerdings ist das Datum denkbar ungünstig gewählt.

So mancher würde allmählich Absicht dahinter vermuten: Der Zoff um die Fußgängerzone in der Sendlinger Straße geht weiter. Zwar bietet das Planungsreferat nun einen Termin für eine Diskussionsrunde an. Allerdings ist das Datum denkbar ungünstig gewählt.

Wie berichtet soll die Fußgängerzone in der Sendlinger Straße bis zur Herzog-Wilhelm-Straße erweitert werden. Dazu soll es einen einjährigen Versuch geben, der heuer noch starten soll. Die Anwohner wollten Gelegenheit, die Pläne zu diskutieren. Das soll nun am Dienstag, 8. März, erfolgen. Von 18 bis 20 Uhr stellen Vertreter der Stadt im Stadtmuseum die Konzepte zum Projekt vor.

Anwohner klagen: "Das ist ein Skandal"

Aber gut gemeint ist eben mitunter nicht immer auch gut gemacht: Die Anwohner reagierten jedenfalls völlig überrascht: „Ich wohne direkt in der Sendlinger Straße und habe vier Tage vor dem Termin keine Kenntnis von diesem“, sagt eine Anwohnerin. „Das ist ein Skandal, die Verantwortlichen bei der Stadt legen es darauf an, die Bürgerinformation gering zu halten wie möglich.“ Und der Bezirksausschuss? Der kann gar nicht an der Versammlung teilnehmen. Denn parallel hat er seine monatliche Sitzung!

Ein Sprecher des Planungsreferates entschuldigt sich: „Wir haben die Überschneidung nicht gesehen.“ Jedoch sei der BA früh über den Termin informiert worden. „Und er hat uns auch nicht darauf aufmerksam gemacht.“ Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen, denn verschieben lässt sich die Veranstaltung nicht mehr. „Das geht organisatorisch leider nicht mehr.“

Sascha Karowski

Sascha Karowski

E-Mail:sascha.karowski@tz.de

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