Prozess beginnt am Donnerstag

Tödlicher Unfall an der Oper: Hätte er nicht fahren dürfen?

+
Der Unfallort vor der Staatsoper.

München - Der schreckliche Unfall schockte München im April vergangenen Jahres: Ein Audi-Fahrer raste wegen eines epileptischen Anfalls in eine Menschenmenge, eine Frau (65) starb. Nun gibt es Hinweise, dass der Fahrer sich gar nicht hätte ans Steuer setzen dürfen. Am Donnerstag beginnt der Prozess.

Mitten in der Innenstadt, direkt vor der Staatsoper passierte der tragische Unfall am 27. April 2015. Ein Autofahrer rammte einen anderen Pkw, raste dann in eine Personengruppe und ein Café - vier Menschen wurden verletzt, eine 65-Jährige aus Feldafing im Landkreis Starnberg starb später im Krankenhaus an ihren Verletzungen.

Bilder: Auto in Menschenmenge geschleudert - Frau stirbt

Wie sich später herausstellte, hatte der Unglücks-Fahrer am Steuer seines getunten Audi einen epileptischen Anfall erlitten und deshalb die Kontrolle über das Auto verloren. Der damals 24-jährige aus Kolbermoor (Landkreis Rosenheim) wurde auch selbst bei dem Unfall verletzt. Der junge Mann sei bei mehreren Feuerwehr aktiv gewesen sein. Aus Feuerwehrkreisen hieß es nach dem Unglück, der junge Mann habe dort eine Ausbildung beginnen wollen und deshalb ein ärztliches Attest vorgelegt, dass er körperlich völlig gesund sei.

Wie die Bild-Zeitung jetzt aber erfahren habe will, könnt sich die Situation anders darstellen. Laut Bild vom Mittwoch hätte sich der 24-Jährige nicht ans Steuer setzen dürfen. Demnach habe er am Unfall-Tag zuvor schon einen Anfall gehabt. In der Marsstraße sei der deshalb mitten auf der Straße stehengeblieben, ein Notarzt habe ihn ambulant versorgt und darüber aufgeklärt, dass er aufgrund seiner Erkrankung nicht Auto fahren dürfe.

Am Donnerstag beginnt am Münchner Landgericht der Prozess gegen den jungen Mann.   

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion