Hilfsbereitschaft ausgenutzt

Mit tragischer Geschichte: Diebin (27) will sich Hilfe erschleichen

München - Mit einer tragischen Geschichte, die sie dem jungen Mann auftischte, wollte eine Trickdiebin (27) einen Studenten (30) reinlegen. Der war schon soweit für sie mehrere hundert Euro abzuheben, da gehen Polizeibeamte dazwischen. 

Wie die Polizei berichtet, bemerkten Beamte der Taschendiebfahndung am Montag, 1.02. gegen 13.40 Uhr eine Frau, die sich ständig umdrehte und dabei intensiv auf einen Mann in der Fußgängerzone einredete. Die beiden Personen begaben sich nach einigen Minuten zu einem Geldautomaten. Nachdem der Mann offensichtlich Geld abgehoben hatte und der Frau übergab, sprachen die Taschendiebfahnder die Personen an. 

Es stellte sich heraus, dass die 27-Jährige den 30-jährigen Mann in einer Kirche kennengelernt hat und ihm ein Lügengebilde erzählte von einer notleidenden Familie und Mietschulden, die sie noch heute zu begleichen hätte. Diese Geschichte veranlasste den Studenten dazu der 27-Jährigen 800 Euro zu geben. 

Die Überprüfung der jungen Frau ergab allerdings, dass sie ihm reine Fantasiepersonalien genannt hatte. Laut Polizei zeigten Fälle mit ähnlicher Fallkonstellation in der Vergangenheit, dass die Geschädigten, die bevorzugt an kirchlichen Einrichtungen angesprochen wurden, immer wieder mit Notlagen konfrontiert werden, um Geld zu ergaunern. Auch in diesem Fall ist es wahrscheinlich, dass der 30-Jährige noch häufiger um Geld gebeten worden wäre, meint die Polizei. 

mm/tz

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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