Umgestaltung zur Fußgängerzone

Max-Joseph-Platz: Viertel-Politiker fordern Kontrollen

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Der Max-Joseph-Platz wird zur Fußgängerzone. 

München - Der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel begrüßt die Pläne der Stadt zur Einrichtung einer Fußgängerzone am Max-Joseph-Platz. Voraussetzung: Das Konzept zur Aussperrung der Busse müsse strikt umgesetzt und das Verbot auch kontrolliert werden.

Der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel begrüßt die Pläne der Stadt zur Einrichtung einer Fußgängerzone am Max-Joseph-Platz. Voraussetzung: Das Konzept zur Aussperrung der Busse müsse strikt umgesetzt und das Verbot auch kontrolliert werden.

Schon lange gibt es Klagen über das Erscheinungsbild des Opernvorplatzes und die teils chaotische Verkehrssituation. CSU-Stadtrat Richard Quaas hatte im Vorjahr in einem Antrag Verbesserungen auf einem „der bedeutendsten innerstädtischen Plätze Münchens“ angemahnt. Nun hat das Planungsreferat mitgeteilt, dass am Max-Joseph-Platz eine Fußgängerzone eingerichtet und Reise-, Opern- sowie Stadtrundfahrtbusse ausgesperrt werden sollen. Wie berichtet soll der Busverkehr auf der gesamten Maximilianstraße limitiert werden. Künftig ist die Prachtstraße für Busse ab der Alfons-Goppel-Straße komplett tabu. Opernbusse müssen dann hinter der Staatsoper parken, wo es dafür vorgesehene Parkflächen gibt. Autos sollen über eine spezielle Furt die Operntiefgarage erreichen. Wie der Max-Joseph-Platz langfristig umgestaltet werden soll, dafür gibt es indes noch wenig konkrete Pläne.

Richard Quaas hatte in einem Antrag Verbesserungen gefordert.

Der Bezirksausschuss hatte gegen den Vorstoß der Stadt prinzipiell nichts einzuwenden. Die Busse seien „keine Bereicherung“ für das Stadtbild, hieß es – und die Parkplätze hinter der Oper schon lange vorhanden, aber kaum genutzt. Allerdings wurden Befürchtungen laut, dass es auf der Alfons-Goppel-Straße künftig verstärkten Begegnungsverkehr zwischen Radfahrern und Bussen geben könnte. Bekanntlich wird im Zuge der Erweiterung der Fußgängerzone am Marienplatz eine neue Radl-Route durch die Stadt eingerichtet. Die sogenannte Nord-Süd-Querung verläuft ab dem Odeonsplatz durch den Hofgarten über die Alfons-Goppel- und die Falkenturm- in die Sparkassenstraße. Von dort geht es weiter über die Kustermannfahrbahn am Viktualienmarkt und das Rosental an den Oberanger. An der Alfons-Goppel-Straße soll kommendes Jahr das Pflaster entfernt und Asphalt aufgetragen werden. Sie wird künftig als Fahrradstraße ausgezeichnet.

Allerdings gibt es Zweifel, dass Radler den Umweg durch den Hofgarten in Kauf nehmen werden. Stattdessen dürften viele Radfahrer weiterhin den direkten Weg über die Residenzstraße wählen. Auch hier dürfte das Verbot nur mit scharfen Kontrollen durchgesetzt werden können.

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