Bluttat am OEZ

Amok-Opfer: Bald erste Zahlungen aus dem Hilfsfonds

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Für die Opfer des Amoklaufs am OEZ wurde ein Hilfsfonds eingerichtet.

München - 500.000 Euro – so viel Geld steckt im Hilfsfonds des Stadtrats für die Opfer des Amoklaufs am Olympia-Einkaufszentrum. Ausgezahlt wurde bisher jedoch nichts. Das soll sich aber bald ändern.

Im Sozialreferat rechne man mit baldigen Auszahlungen, erklärte Sprecher Otmar Schader: „Momentan beschäftigen wir uns mit 20 konkreten Anfragen.“ Dabei kläre man noch die Anliegen und Probleme der unmittelbar Betroffenen. „Wir rechnen aber damit, dass danach die Auszahlung schnell über die Bühne geht, ja sogar schnell gehen muss“, erklärt Schader zuversichtlich.

Eingerichtet wurde der Hilfsfonds am 10. August durch den Stadtrat. Die Familien der Opfer des Amoklaufs, aber auch Verletzte und deren Angehörige können Hilfen aus dem Fonds beantragen. Dabei geht es nach Angaben des Sozialreferats vor allem um psychologische Beratung und Therapieangebote bei posttraumatischen Belastungsstörungen.

„Wir klären dann zunächst, ob zum Beispiel die Krankenkasse oder eine andere gesetzliche Stelle die Kosten dafür übernimmt“, so Schader. Wenn das nicht der Fall ist, können die Kosten aus dem städtischen Hilfsfonds erstattet werden. „Genau für diese Fälle wurde er ja eingerichtet“, bestätigt Otmar Schader. Dabei ist die Unterstützung durch den Fonds zeitlich nicht befristet, denn: „Das sind einschneidende Erlebnisse, da werden manche Dinge erst nach einer Zeit sichtbar“, sagt Schader.

Dass bisher wenig passiert ist und kein Geld ausgezahlt wurde, liege auch an der Bürokratie, erklärt Nükhet Kivran, die Vorsitzende des Migrationsbeirats. Vor allem die Familien der Opfer hätten oft noch nicht die Kraft, die Anträge in Angriff zu nehmen. „Aber die Familien sind der Stadt sehr dankbar, dass sie hier handelt und ihnen hilft“, stellt Nükhet Kivran klar. Der Migrationsbeirat wolle die Familien von Opfern und Verletzten deshalb noch stärker bei der Antragsstellung unterstützen. Denn nicht nur psychologische Hilfe wird benötigt: „Es gibt Familien, die wegen eines Traumas nicht mehr in ihrer Wohnung leben können“, so Kivran. Deshalb hofft sie auch auf einen einfacheren Wohnungstausch für die Betroffenen.  

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pen

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