Junge Mutter verwarnt

23-Jährige kassiert Kindergeld, das ihr nicht zusteht

München - Kindergeld in Höhe von 3690 Euro hat sich eine 23-Jährige ausbezahlen lassen, obwohl es ihr gar nicht zustand. Der fall landete jetzt vor dem Amtsgericht in München.

Die österreichische Staatsangehörige war am 19. Dezember 2012 von München in die Schweiz gezogen, ohne sich abzumelden. Mit dem Umzug fiel ihre Berechtigung zum Bezug des Kindergeldes der Familienkasse Bayern Süd weg. Jetzt wurde die junge Frau vom Amtsgericht wegen Steuerhinterziehung verwarnt.

Die 23-Jährige bekam am 13. Mai 2012 eine Tochter. Für diese beantragte sie bei der Familienkasse Bayern Süd Kindergeld. Die junge Frau erhielt monatlich 184 Euro. Wer Kindergeld beantragt hat, ist gemäß Einkommensteuergesetz verpflichtet, seiner Familienkasse unverzüglich alle Änderungen in seinen Verhältnissen und denen seiner Kinder mitzuteilen. Mit dem Umzug in die Schweiz war die 23-Jährige ab Januar 2013 nicht mehr berechtigt, Kindergeld zu beziehen. Die junge Frau meldete sich erst am 28. Oktober 2014 rückwirkend beim Einwohnermeldeamt ab.

Vor Gericht gab sie an, dass sie gedacht habe, die Abmeldung erfolge automatisch. Die junge Mutter hat mittlerweile bereits die Hälfte des Geldes zurückgezahlt.

Das Urteil ist rechtskräftig (Aktenzeichen 1021 Ds 303 Js 215827/15).  

mm

Rubriklistenbild: © dpa

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