Die Fakten

Schießerei in München: Was wir zu den Schüssen im OEZ wissen

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Terror in München: Ein Polizist vor dem Olympia-Einkaufszentrum, wo die Schüsse fielen.

München - Wer steckt hinter der Schießerei in München? Hier erfahren Sie die Fakten: Das wissen wir zu den Schüssen im Olympia-Einkaufszentrum.

Was hat sich im Olympia-Einkaufszentrum in München ereignet?

Um kurz vor 18 Uhr am Freitagabend gab es Schüsse am Münchner OEZ (Olympia Einkaufszentrum) im Stadtteil Moosach. Das OEZ ist eins der größten Münchner Einkaufszentren mit einer Vielzahl an Läden.

Die Polizei meldete, dass gegen 17.50 Uhr Zeugen anriefen, um eine Schießerei im Bereich der Hanauer Straße zu melden. Die Schießerei verlagerte sich in die Riesstraße und in das Olympia-Einkaufszentrum. Am Tag danach gehen die Ermittler von einem Amok-Lauf eines Einzeltäters aus. Der mutmaßliche Schütze Ali S. (18) tötete neun Menschen und dann sich selbst. 27 Menschen wurden verletzt. Der Amok-Schütze ist Deutsch-Iraner. Live-Ticker vom Samstag zur Schießerei in München auf dem Laufenden.

Gab es außer dem OEZ noch weitere Orte, an denen in München Schüsse fielen?

Nein. Zunächst gab es Gerüchte, wonach auch am Stachus, am Odeonsplatz oder auf dem Tollwood-Festival geschossen wurde. Gerüchte über andere Schauplätze haben sich in keinem Fall bestätigt, sagte ein Sprecher der Polizei. 

Waren die Schüsse in München ein Terroranschlag?

Nach derzeitigen Erkenntnissen nein. Es gebe Erkenntnisse über eine intensive Beschäftigung des 18-jährigen Schützen mit dem Thema Amoklauf, sagte Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä am Samstag. Der Schüler war demnach ein Einzeltäter und war offenbar wegen psychischer Probleme in Behandlung. Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund oder einen Bezug zur Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) gebe es nicht.

Wie reagierte die Politik auf die Schüsse von München?

Nach dem Anschlag im OEZ hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) für Samstag Trauerbeflaggung an allen staatlichen Dienstgebäuden angeordnet. Gemeinden, Landkreise und Bezirke würden gebeten, in gleicher Weise zu verfahren, sagte eine Regierungssprecherin in München.

Die bayerische Staatsregierung hat bei einer Sondersitzung des Kabinetts der Opfer des Münchner Todesschützen gedacht. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) dankte den Einsatzkräften, die eine „ganz, ganz schwierige Aufgabe“ erlebt hätten. An der Sondersitzung nahm auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) teil, die sich „fassungslos und zutiefst erschüttert“ zeigte. Alle anwesenden Politiker hielten sich mit einer Bewertung des Anschlags zurück. „Es ist sinnvoll, dass die Polizei zuerst ermittelt und wir uns dann äußern“, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU).

Nach dem Anschlag: Wie ist die Verkehrslage in und um München am Samstag?

Am frühen Samstagmorgen wurde der öffentliche Personennahverkehr in München wieder aufgenommen. Nach den Schüssen in München fuhren Regional- und Fernzüge den Hauptbahnhof der bayerischen Landeshauptstadt nicht mehr an. Die Züge aus allen Richtungen waren vorzeitig an Bahnhöfen im Umland gestoppt worden. Doch jetzt läuft der Nah- und Fernverkehr bei der Bahn wieder nach Plan.

Wo bekommen Angehörige Informationen?

Die Münchner Polizei hat nach dem Anschlag in einem Einkaufszentrum eine Telefonnummer für Angehörige veröffentlicht. Die zentrale Auskunfts- und Vermisstenstelle für Angehörige sei unter der Nummer 0800 7766350 erreichbar, teilte sie am Freitagabend über Twitter mit.

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