Ideen werden präsentiert

Studenten gestalten Entwürfe für neues Bad an der Isar

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Dieser längliche Bau liegt am Ufer zwischen Cornelius- und Reichenbachbrücke. Über drei verschiedene Treppen gelangen Gäste ins Wasser.

München - Bekommt München bald ein Isarflussbad? Architektur-Studenten haben Entwürfe gestaltet und stellen diese nun vor.

Diese Idee sieht Cafés und Sanitärräume in den Treppen vor. Je nach Wasserstand können sich zudem unterschiedliche Becken bilden.

Ein Bad mit Freitreppen direkt beim Reichenbachkiosk oder eines mit Freischwimmbecken samt Sonnenterrasse neben dem Müllerschen Volksbad: Es gibt neue Pläne fürs Planschen an der Isar! Ganze 16, um genau zu sein. Entworfen haben sie Architekturstudierende der Münchner Hochschule für angewandte Wissenschaften. Der Verein Isarlust will die Ideen nun präsentieren - vom 5. bis 23. Oktober in den Frühlingsanlagen südlich der Reichenbachbrücke.

Der Verein setzt sich bekanntlich seit 2012 für ein öffentliches Flussbad in der großen Isar zwischen Cornelius- und Ludwigsbrücke ein. Es soll ein Ort der Begegnung, Kommunikation, des Sports und der Erholung sein. Nun sollen die Pläne intensiviert werden. Dazu hat sich der Verein mit Green City Energy ins Boot geholt. Der Stadtrat unterstützt das Vorhaben, hat erst im Juli für 120.000 Euro eine Machbarkeitsstudie für ein Isarflussbad in Auftrag gegeben.

Zürich als Vorbild

Flussbad, Brücke und Restaurant zugleich: Dieser Entwurf sieht das Bad in unmittelbarer Nähe zur Ludwigsbrücke. Es würde aus drei Ebenen bestehen.

Als Vorbild für das Flussbad wird immer wieder die Stadt Zürich herangezogen. Dort gibt es im Flüsschen Limmat Badebereiche. Die Rathaus-SPD ist aber skeptisch, denn: "Die Limmat kommt im Gegensatz zur Isar aus einem See, dem Zürichsee", sagte Fraktionschef Alexander Reissl. Bedeutet: Zum einen ist das Limmatwasser meist ein paar Grad wärmer als das der Isar. Und bei Regen gibt es nicht so hohe Wasserschwankungen.

Zudem gilt der Abschnitt zwischen Cornelius- und Ludwigsbrücke wegen der Strudel als gefährlich. FDP-Stadtrat Michael Mattar zweifelt zudem, ob die Kosten für Bau und Betrieb im Verhältnis zum Zweck stünden. "Die Stadtwerke können es sich ja nicht mal leisten, die Freibäder abends offen zu lassen."

Das alles ist noch zu klären. Die Architektur-Studenten haben sich jedenfalls schon mal über die Gestaltung Gedanken gemacht. Wir zeigen eine Auswahl.

Sascha Karowski

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