Bürgerversammlung

Anwohner-Ärger: Raser, Parkplätze und nutzlose Busse

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Zusätzliche Parkplätze am Mariahilfplatz? Dazu gab es bei der Bürgerversammlung eine Absage.

München - Bei der Bürgerversammlung für die Au geht es vor allem um den Verkehr, der manchem Anwohner zu viel ist.

Die einen finden im Viertel keinen Parkplatz, die anderen beschweren sich über rasende Autos vor der Haustür: Viele Bewohner in der Au ärgern sich jedenfalls über den Verkehr.

Tempo 30 am Kolumbusplatz?

Probleme gibt es zum Beispiel am Kolumbusplatz. Dort schießen die Autos vom Giesinger Berg kommend mit erhöhter Geschwindigkeit nach rechts in die Falkenstraße, beschwerte sich ein Anwohner bei der jüngsten Bürgerversammlung. Größtenteils gilt dort Tempo 50, der Bewohner forderte in einem Antrag Tempo 30. Das ist laut Stadt allerdings nicht möglich, weil die Falkenstraße an dieser Stelle den Charakter einer Durchgangsstraße habe. Damit Fußgänger am Kolumbusplatz trotzdem sicher die Fahrbahn queren können, will die Stadt eine Ampel aufstellen.

Mehr Parkplätze am Mariahilfplatz?

Keinen Aussicht auf Erfolg hat der Antrag eines Bewohners, der sich eine Ausweitung des Parklizenzgebiets am Mariahilfplatz zwischen Landratsamt und Kirche wünscht. Seit 2006 ist die asphaltierte Fläche an das Bayerische Rote Kreuz „zur Bewirtschaftung eines Parkplatzes“ verpachtet, teilt das Referat für Arbeit und Wirtschaft mit. Die Nutzung ist kostenpflichtig. Der Pachtvertrag laufe Ende 2016 aus, die Stadt suche einen privaten Betreiber, der sich um den Parkplatz kümmert. Ein Parklizenzgebiet bleibe somit ausgeschlossen. Die Stadt verspricht, bei der Ausschreibung darauf achten zu wollen, dass Anwohner vergünstigt parken dürfen.

Anwohner gegen den X30

Bürger aus dem Wohngebiet an der Welfenstraße beschwerten sich bei der Bürgerversammlung über die neuen Expressbuslinien. Der Bus „X 30“ verursache aus ihrer Sicht nur Lärm und Verkehr, bringe aber keinen Mehrwert. Denn anders als die Buslinie 148 hält er nicht an der Welfenstraße. Ein Anwohner beantragte deshalb die Zusammenlegung beider Linien zwischen Silberhornstraße und Ostbahnhof sowie einen Takt von nur noch zehn Minuten.

Die Münchner Verkehrsgesellschaft hält dagegen: Der Expressbus zeichne sich nun einmal dadurch aus, dass er ausschließlich U- und S-Bahn-Stationen sowie Haltepunkte der Trambahn miteinander verbinde. Die Strecke für den „Schnellbus“ sei gerechtfertigt.

Anne Hund

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