Ehrgeiziges Projekt

30 Millionen Euro: Erzbistum investiert in Schulzentrum

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Luftig und grün: So soll die neue Stiftungsfachhochschule des Erzbistums in Haidhausen aussehen. 2000 Studenten sind dort immatrikuliert.

München - Das Gymnasium wird saniert, eine Grundschule gebaut: Das Erzbistum investiert 30 Millionen Euro in das Kirchliche Zentrum in Haidhausen.

Mitten in München verwirklicht die katholische Kirche in den kommenden fünf Jahren ein ehrgeiziges Projekt. Das Erzbistum München und Freising wird sein Bildungsangebot im Kirchlichen Zentrum in Haidhausen ausbauen und auf den neuesten Stand bringen. Konkret bedeutet das ab 2017 und bis voraussichtlich im Jahr 2021 einige teils umfangreiche Um- und Neubauten auf dem Gelände, das sich von der Preysingstraße bis hin zur Elsässer Straße erstreckt.

Im südlichen Teil haben die Vorbereitungen schon begonnen: Eine Baustellenzufahrt blockiert an der Elsässer Straße vorübergehend den Weg durch den Hypopark auf das Gelände der Kirche. Erzbistums-Sprecher Christoph Kappes erklärt, was außerdem geplant ist: Derzeit werden auf dem Außensportgelände des Edith-Stein-Gymnasiums Schulcontainer aufgestellt, die jedoch voraussichtlich nicht vor den Winterferien 2016 nutzbar sind. Wohl ab 2017 werde das Mädchen-Gymnasium dann wie angekündigt grundsaniert. Nach einer ersten Schätzung waren dafür zunächst 12 Millionen Euro eingeplant (wir berichteten). Der Unterricht wird während der voraussichtlich einjährigen Bauzeit ausgelagert. Ein neues Atrium ab dem ersten Obergeschoss soll mehr Licht ins Gebäude lassen. Die Fachklassenzimmer und Werkräume werden modernisiert. Weil der Platz knapp ist, wird das Edith-Stein-Gymnasium mit derzeit noch rund 700 Schülerinnen danach nur noch drei- statt wie bislang vierzügig geführt.

Im Anschluss ist die Katholische Stiftungsfachhochschule an der Reihe: Die rund 2000 Studenten dürfen sich auf ein neues Gebäude freuen – mit zeitgemäßen Hörsälen und Lehrräumen im nordöstlichen Teil des Geländes hin zur Kirchen- und Elsässer Straße. Das Erzbistum hatte rund 30 Millionen Euro für die geplanten Investitionen angekündigt. Voraussichtlich bis 2019 wird neu gebaut. Der in die Jahre gekommene Querriegel hin zur Leonhardstraße wird abgerissen.

Auch eine neue, zweizügige Grundschule mit Platz für bis zu 200 Schüler soll entstehen, gebaut wird wohl nicht vor 2019. Eine Überlegung sei derzeit, ob man 2020 mit Hilfe eines Provisoriums mit einem ersten Jahrgang startet, sagte Sprecher Christoph Kappes. Zu den Kosten könne man noch nichts sagen. Die Standortfrage ist inzwischen geklärt: Die Grundschule soll im südöstlichen Teil Richtung Elsässer Straße/Breisacher Straße entstehen. Voraussichtlich 2021 soll alles fertig sein.

Zwischen der Kirche St. Elisabeth an der Breisacher Straße und der Preysingstraße hatte sich der Bezirksausschuss Au-Haidhausen zudem einen öffentlichen Durchgang gewünscht, der zumindest tagsüber für Passanten geöffnet ist. Dies sei der Wunsch vieler Haidhauser, die sich viel Wegzeit sparen könnten. Das Ordinariat lehnte eine komplette Öffnung des Campus aus Sicherheitsgründen jedoch ab.

Anne Hund

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