Ersatzteil muss erst geliefert werden

Wegen Weichenschaden: Störung auf der U1

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München - Störung auf der U1: Am Kolumbusplatz ist am Montagnachmittag, 15.30 Uhr, ein Riss in einer Führungsschiene entdeckt worden. Die Arbeiten werden laut Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) noch Tage dauern.

Die Störung traf vor allem die Pendler überraschend! Die U1 fuhr nicht mehr zwischen Sendlinger Tor und Kolumbusplatz. Und die Arbeiten werden laut Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) noch Tage dauern.

Der U-Bahnhof Kolumbusplatz ist ein Exot, diese spezielle Schienenkonstruktion gibt es nur dort. „Da können wir uns leider auch nicht mit Standardersatzteilen behelfen“, sagt MVG-Sprecher Matthias Korte der tz.

Der Riss ist in einer Führungsschiene aufgetreten, die – umgangssprachlich formuliert – dafür sorgt, dass die Räder der Bahn dorthin fahren, wo sie hin sollen. Die defekte Weiche wurde erst 2014 komplett erneuert. „Die Ursache dafür wird parallel zur Beseitigung des Schadens untersucht“, sagt Raimund Paul von der MVG.

„Wir haben geprüft, ob ein Provisorium ausreicht“, sagt Korte. Tut es aber nicht. Eine Sonderanfertigung muss her. Die ist zwar bestellt, es wird aber mit der Fertigung, Lieferung und auch dem Einbau noch einige Tage dauern.

Derweil fährt die U1 aus Richtung OEZ nur bis Sendlinger Tor und wendet dort. Aus Süden kommend ist am Kolumbusplatz Endstation. Die Linien U2 und U7 fahren aber aus Norden bis zum Kolumbusplatz. Wer zum Mangfallplatz will, muss demnach zweimal umsteigen: Am Sendlinger Tor in die U2 und am Kolumbusplatz wieder in die U1. Zudem wird das Angebot auf der U7 erweitert. Korte: „Wir werden so weit wie möglich auf Langzüge mit sechs Wagen umstellen, um zwischen Sendlinger Tor und Kolumbusplatz zusätzliche Kapazitäten bereitzustellen.“

Münchens schönste U-Bahnhöfe

Sascha Karowski

Sascha Karowski

E-Mail:sascha.karowski@tz.de

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