Anwohner in Haidhausen befürchten Schlimmes

Bürgerinitiative kämpft gegen zweite Stammstrecke

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Ingeborg Michelfeit fordert, die S-Bahn auf Nordring , Südring und Außenästen auszubauen.

München - Bringt eine Bürgerinitiative aus Haidhausen die zweite S-Bahnstammstrecke zu Fall? Die Bürger fürchten gewaltige Dauerbaustellen in ihrem Viertel.

Die Gegner des Tunnelprojekts bereiten eine Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss vor, der laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (45, CSU) am Montag vom Eisenbahnbundesamt erlassen wurde. Den Beteiligten wurde der Beschluss bislang noch nicht zugestellt. Vorher sind keine juristischen Schritte möglich.

So könnte ein neuer S-Bahnhof aussehen.

Die Bürgerinitiative will den Bau verhindern – „weil diese mehrere Milliarden teure und für Haidhausen vernichtende Tunnelführung nicht die dringend notwendige Verbesserung des S-Bahn-Systems bringt“, so die Vorsitzende Ingeborg Michelfeit. Sie befürchtet „mindestens zehn Jahre gewaltige Dauerbaustellen in unserem Viertel, Gefährdung der Standsicherheit unserer Häuser, permanente Vibrationen durch den de späteren Betrieb“ und so weiter. Darum kündigt Michelfeit an: „Wir werden gegen den Planfeststellungsbeschluss vor Gericht ziehen.“

Eine Klage könnte, so wie am Bauabschnitt am Marienhof geschehen, zu Auflagen und Verzögerungen führen. Die Kosten könnten davongaloppieren. Und Michelfeit sagt: „Das Projekt ist jetzt mit dem Kosten-Nutzen-Faktor schon hart an der Grenze der Rentabilität.“ Und diese muss das Projekt erfüllen, sonst darf nicht gebaut werden.

Am 12. Mai findet um 18.30 Uhr im Pfarrsaal im Kolpinghaus (Kirchenstraße 4) eine Info-Veranstaltung statt.

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