Mehr als 240 Wohnungen

Wiener Architekten planen Freiham-Nord

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In diesem Eckhaus sollen laut Entwurf Stadtteilkulturzentrum und Gesundheitszentrum Platz finden.

München - Das Büro „AllesWirdGut“ aus Wien gewinnt den Realisierungswettbewerb für Freiham Nord. Die Stadt München will hier Maßstäbe setzen.

Der Sieger des Realisierungswettbewerbs für einen Teil der Wohnbebauung in Freiham-Nord steht fest. Nach Informationen des Münchner Merkur hat das Wiener Architekturbüro „AllesWirdGut“ den Zuschlag für die Planung von mehr als 240 Wohnungen erhalten, die die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag in Freiham-Nord bauen und vermieten will. Das Siegerbüro, das seit Kurzem mit einer Dependance in München vertreten ist, plant bereits den Wohnpark auf dem ehemaligen Kasernengelände an der Prinz-Eugen-Straße. Mit dem Bau bezahlbarer Wohnungen sowie Räumen für soziale und kulturelle Einrichtungen gestalte man den neuen Stadtteil maßgeblich mit, heißt es bei der Gewofag.

Neben den Wohnungen sollen auf den zwei Baufeldern WA 7 und WA 8 ein Familienberatungszentrum, ein Kulturbürgerzentrum, eine Kindertagesstätte sowie eine Stadtteilbibliothek entstehen. Insgesamt werden rund 20 000 Quadratmeter Geschossfläche geschaffen.

Der neue Stadtteil Freiham zählt derzeit zu den größten Baugebieten in Europa. Rund 20 000 Menschen sollen einmal in dem Quartier leben, das auf einer Fläche von 350 Hektar realisiert wird. Mit Freiham wolle die Landeshauptstadt aber auch Maßstäbe für andere Städte setzen, heißt es. Realisiert werden könne dies im Rahmen des sogenannten Smarter-Together-Projektes der Europäischen Union, für das das Städtekonsortium München, Lyon und Wien den Zuschlag erhalten habe.

Bei dem Projekt, für das die Landeshauptstadt und ihre Gesellschaften sowie der gesamte Münchner Verbund rund 6,85 Millionen Euro Fördermittel erhalten sollen, gehe es um „smarte und integrative Lösungen“ zur Verbesserung der Lebensqualität. Mit Eigenmitteln aus Wirtschaft und Forschung stünden rund 20 Millionen Euro zur Verfügung, heißt es. Modellhaft saniert werden solle damit der in den sechziger Jahren entstandene Stadtteil Neuaubing-Westkreuz. Freiham wolle man zum Beispiel mit modernen Mobilitätskonzepten vorbildhaft gestalten.

Monika Wehrl-Herr

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