Sehr ärgerlich

Darum öffnen die MVG-Fahrer die Türen kein zweites Mal

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Viele Münchner nutzen täglich die öffentlichen Verkehrsmittel der MVG.

München - Wer kennt es nicht? Man ist spät dran, sprintet zum Bahnsteig, doch in letzter Sekunde schlägt der Fahrer einem die Tür vor der Nase zu. Wir nennen Ihnen die Gründe.

Nahezu täglich kann man folgende Situation an Münchner Bahnhöfen beobachten: Ein Fahrgast sprintet zum Bahnsteig, möchte gerade noch den Zug erwischen, doch plötzlich schließen sich die Türen. Man versucht diese noch durch Drücken oder Ruckeln zu öffnen - leider vergeblich.

Der Zug fährt ab, und ein frustrierter Fahrgast bleibt zurück. Nicht selten kommt es dann vor, dass dem Zugführer noch einige abfällige Gesten hinterhergeworfen werden. Doch ihn trifft nach Auskunft der Stadtwerke München keine Schuld.

"Die Fahrer haben einen sekundengenauen Zeitplan, den sie einhalten müssen, vor allem in den Hauptverkehrszeiten", erklärt ein SWM-Sprecher. Denn die Pünktlichkeit hat bei den öffentlichen Verkehrsmitteln oberste Priorität. "Die Bahnen sind teilweise so dicht getaktet, dass der Bahnsteig schnellstmöglich für den nächsten Zug freigemacht werden muss."

Entscheidung liegt nicht ausschließlich beim Fahrer

Tut ein Fahrer dies nicht, komme es oft zu Verspätungen, über die die in der Bahn sitzenden und an den folgenden Stationen wartenden Fahrgäste nicht gerade glücklich sind. Des weiteren sei es wichtig, den Fahrplan einzuhalten, da nur so auch Umsteigemöglichkeiten sichergestellt werden können. Schließlich ist es besonders ärgerlich, wenn man durch unnötig lange Standzeiten den Anschlusszug verpasst.

Somit liegt die Entscheidung, ob einem Fahrgast die Türen noch einmal geöffnet werden, in erster Linie nicht beim Fahrer selbst. Doch mit ein wenig Glück und einem besonders nettem Menschen am Steuer gibt es doch noch die Gelegenheit, zuzusteigen und selbst pünktlich ans Ziel zu gelangen.

sk

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Simon Krug

Simon Krug

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