Stammstrecke mehr als drei Stunden lahmgelegt

Ballon-Panne: Darum stand am Sonntagvormittag die S-Bahn still

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Ein Ballon legt die S-Bahn lahm: Über dieses Problem haben wir bereits zweimal berichtet.

München - Einmal kurz nicht aufgepasst – und schwupps, steht die gesamte S-Bahn still … Störung auf der Stammstrecke! Das mussten am Sonntag von 8.50 Uhr bis 12.35 Uhr wieder Tausende Reisende ertragen - wegen eines kuriosen Grundes.

Zwischen Hackerbrücke und Ostbahnhof ging nichts mehr. Offizieller Grund: ein technischer Defekt. Und der wahre Grund: ein Luftballon hatte sich zwischen Hauptbahnhof und Stachus im S-Bahn-Tunnel verirrt und so einen Kurzschluss ausgelöst. Vier Stunden lang ging nichts mehr auf den Gleisen. Vermutlich, weil ein Kind sein Spielzeug verloren hatte!

„Im S-Bahn-Tunnel gab es einen Oberleitungsschaden“, sagt Wolfgang Hauner, Sprecher der Bundespolizei. „Wir werten im Moment die Videoaufnahmen aus.“ Denn die Polizei will herausfinden, wie es zu dem S-Bahn-Chaos kommen konnte. Fest steht schon jetzt: Die Aluminium-Beschichtung auf dem Ballon hat zu hoher Spannung und wohl auch zum Kurzschluss an der Oberleitung geführt. „Teilweise kann dadurch die ganze Oberleitung heruntergerissen werden“, sagt Hauner.

Bis zu dreimal pro Jahr komme es vor, dass ein Ballon in den S-Bahn-Tunnel fliege. Ein Riesen-Problem für Bahn und Polizei! Denn es wird nicht nur die Technik zerstört, sondern auch die Sicherheit der S-Bahn-Reisenden gefährdet – und deren Geduld strapaziert. Um das zu vermeiden bittet Hauner vor allem Eltern genau aufzupassen, wenn ihre Kinder einen Luftballon bei sich tragen. „Mein Tipp wäre, den Ballon um die Hand zu binden. Dann kann er nicht wegfliegen, wenn man ihn loslässt.“ Und dann müssen Tausende Fahrgäste auch nicht mehr entnervt warten…

A. Thieme

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