Angeklagter hat gestanden

Bankiersfrau entführt - Urteil erwartet

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Am Dienstag soll das Urteil gegen Mario S. gefällt werden. (Archivbild)

München - Am Dienstag will das Landgericht München das Urteil im Prozess um den sogenannten Westend-Entführer fällen. Die Staatsanwaltschaft fordert acht Jahre und neun Monate Haft.

Das Landgericht München will am Dienstag (14.00 Uhr) das Urteil im Prozess um die Entführung einer Bankiers-Ehefrau sprechen. Die Staatsanwaltschaft hat für den 53 Jahre alten Angeklagten acht Jahre und neun Monate Haft gefordert. Der Mann hatte gestanden, die Frau im Juni 2015 in ihrem Haus gekidnappt und 2,5 Millionen Euro Lösegeld gefordert zu haben. Sie konnte sich jedoch auf einem Parkplatz im Münchner Westen losreißen und fliehen.

Die Anklagebehörde bewertet dieTat als erpresserischen Menschenraub und versuchte besonders schwere räuberische Erpressung. Die Verteidigung argumentiert hingegen, der Mann habe seinen Tatplan freiwillig aufgegeben, indem er mit der Frau einen belebten Parkplatz angesteuert und ihr so die Flucht ermöglicht habe. Die Verteidigung plädierte deshalb auf eine weit mildere Strafe von drei Jahren und neun Monaten Haft.

Die Bankiersfamilie aus Ottobrunn bei München wurde den Ermittlungen zufolge zufällig zum Opfer, weil der Angeklagte über eine Internet-Recherche erfahren hatte, dass der Familienvater eine hohe Position bei der Münchner Sparkasse bekleidet.

dpa

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