Söder: Behördenverlagerung läuft gut – Wechsel bleibt freiwillig

470 Beamte verlassen München

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Rolf Habermann,Chef des Beamtenbundes, pocht auf ausreichend Stellen.

München - Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) hat den Eindruck zurückgewiesen, er finde nicht genügend umzugswillige Beamte für seine geplanten Behördenverlagerungen.

„Im Großen und Ganzen läuft der Prozess sehr gut“, sagte Söder am Dienstag nach der Kabinettssitzung. 470 Staatsdiener hätten schon den Wunsch geäußert, aus München in eine Behörde außerhalb versetzt zu werden. Hinzu kämen 1700 Beschäftigte, die demnächst altersbedingt ausscheiden und deren Stellen außerhalb der Stadt neu besetzt werden sollen. Der Chef des Beamtenbundes, Rolf Habermann, hatte das bezweifelt. Das Interesse an einer Versetzung sei „sehr begrenzt“ hatte er dem Münchner Merkur gesagt.

Die Verlagerung von Behörden und Ämterteilen hatte die Staatsregierung vor einem Jahr beschlossen. Insgesamt sollen in den kommenden Jahren 2225 Arbeitsplätze und 930 Studienplätze aufs Land wandern. Damit will die Staatsregierung strukturschwächere Räume stärken. Schon bis 2018 werde man 430 Behördenstellen und noch einmal so viele Studienplätze aus München auslagern, sagte Söder. Er bekräftigte indes, dass kein Beamter gegen seinen Willen wechseln müsse. „Dabei bleibt es“, sagte der Minister.

Um für den Übergang Doppelstrukturen zwischen München und Außenbehörden zu ermöglichen, sind 200 neue Stellen vorgesehen. Ob dies ausreiche, sei ungewiss, sagte Habermann. „Die weitere Entwicklung wird zeigen, ob da nicht noch einmal nachgebessert werden muss.“  

thu

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