Haftstrafen für Täter

Einer hielt das Opfer, der andere vergewaltigte es

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Majkut M. (links) und Sanno F. (2. v. rechts) mit ihren Dolmetschern.

München - Im August 2014 wurde eine 27-Jährige in einem Park in Berg am Laim vergewaltigt. Jetzt erhielten die beiden Täter ihre Strafen.

Im Plädoyer wiederholt die Staatsanwältin Rebecca Hupke den Satz eindringlich: „Was Drogen anrichten, haben wir heute gesehen!“

Zwei junge Männer, Majkut M. (26) aus Polen und Sanno F. (23) aus Mali, hatten am 4. August 2014 um 22.30 Uhr Beatrix C. (27, Name geändert) vergewaltigt. Die mit Drogen und Tabletten zugedröhnte Frau war auf dem Heimweg nach Thalkirchen, landete aber in einem kleinen Park zwischen St.-Veit-Straße und Waldstraße in Berg am Laim. Wie oder warum die beiden Männer Beatrix C. als Opfer auswählten, ließ sich im Prozess nicht klären.

Erwiesen ist: Die beiden Täter sind angetrunken, Sanno F. hat gekifft. Dann greifen sie Beatrix C. auf und schleppen sie in eine dunkle Ecke des Parks. Während Sanno F. die Wehrlose vergewaltigt, drückt Majkut M. sie zu Boden, reicht dem Vergewaltiger die Kondome. Die Schmerzen bringen Beatrix zur Besinnung, sie kann sich befreien und flieht. Eine Streife, die von einem Passanten gerufen wurde, liest sie auf. Später stellt die Polizei auch die beiden Täter.

Ausreden haben die beiden Täter nicht, ihre Dolmetscher verlesen die Geständnisse. Dass sie ihrem Opfer so die schmerzhafte Aussage zum Tathergang ersparen, rechnen ihnen Staatsanwältin und Richter positiv an. Die Strafen: Zwei Jahre und neun Monate für Sanno F, und zwei Jahre zur Bewährung für Majkut M.

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