Stadtrat entscheidet

Griechische Schule: Das Aus ist besiegelt

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Bauruine: Der Rohbau der Griechischen Schule.

München -  Der Münchner Stadtrat lehnt Weiterbau der Griechischen Schule endgültig ab.

Am Ende wollten die Stadträte nicht noch einmal über das Thema „Griechische Schule“ diskutieren. Sie segneten im Plenum am Mittwoch nur den bereits im Kommunalausschuss gefassten Beschluss einstimmig ab. Das bedeutet: Der Verkauf des Grundstücks an der Hachinger-Bach-Straße an Griechenland wird wieder rückgängig gemacht. Das ist das Aus für die griechische Schule in Berg am Laim.

„Ein trauriger Tag für die Griechen in München“, erklärt Rechtsanwalt Stavros Konstantinidis, der sich bis zuletzt für das Projekt stark gemacht hatte. „Es ist sehr schade, dass die vielen Mühen der letzten Tage, das Vertrauen wieder zurückzugewinnen, nicht honoriert wurden.“ Die Stadt nutze hier ihre juristischen Möglichkeiten, um das Grundstück für eigene Zwecke verwerten zu können. Sie lasse dabei aber außer Acht, dass die griechischen Kinder genauso Bedarf hätten. „Eine unverhältnismäßige Entscheidung des Stadtrats, so kurz vor der Fertigstellung“, so Konstantinidis.

„Ein schwerer Schlag“, bedauert Erzpriester Apostolos Malmoussis den Stadtratsbeschluss. Die Schule sollte eine Brücke zwischen Bayern und Griechenland werden. Schuld sei der griechische Staat, der die Baufristen nicht eingehalten habe. Der Stadt hingegen ist Malmoussis dankbar für das bisher gezeigte Entgegenkommen. Weil der Rohbau in Berg am Laim der Republik Griechenland gehöre, müsse Athen über die Rückabwicklung verhandeln. Dabei würden sicher auch weitere juristische Schritte geprüft.

„Der Stadtrat korrigiert nach 15 Jahren eine falsche Entscheidung“, findet hingegen Robert Kulzer (SPD), Chef des Bezirksausschusses Berg-am-Laim. Er hofft, dass das Thema damit endgültig geklärt ist. Wenn auch nicht mehr für eine Grundschule, so könne man das Areal doch gut brauchen. Das benachbarte Michaeli-Gymnasium ist trotz Anbauten schon wieder überfüllt, zudem benötigt das Viertel Krippenplätze. Auch der Sportverein FC Phoenix braucht Flächen für Sportbetrieb und Vereinsheim.

Erste Gespräche mit dem Schulreferat gab es laut Kulzer bereits. Gemeinsam mit dem Gymnasium und der geplanten neuen Grundschule an der St.Veit-Straße könnte hier ein integrierter Schul- und Sport-Campus entstehen. Anstatt wieder mit Gegenmaßnahmen zu drohen, sollte die griechische Seite die Konsequenzen akzeptieren, sagt Fabian Ewald, Sprecher der CSU Berg-am-Laim. Die Stadt müsse nun zügig entscheiden, was mit dem unfertigen Rohbau passieren soll, und ein Konzept für das Grundstück erarbeiten. Es gebe noch keine vom Stadtrat genehmigte Nachnutzung, heißt es im Schulreferat. Im Kommunalreferat will man sich zunächst mit der Rückabwicklung beschäftigen.

Carmen Ick-Dietl

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