Ärger im Bezirksausschuss

Verkehrsbehinderungen: Lieferanten-Stress an der Friedenstraße

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Der Großmarkt Hamberger an der Friedenstraße.

München - Ortskundige wissen: Das Halteverbot an der Friedenstraße hinter dem Ostbahnhof scheint niemanden so richtig zu interessieren. Im Bezirksausschuss gibt es deshalb nun Ärger. Der Polizei hingegen sind keine Probleme bekannt.

Selbst die Polizei toleriert, dass Lastwagen, die vormittags den Großmarkt Hamberger anliefern, dort teils stundenlang parken. Wenn hierdurch keine größeren Behinderungen für andere Verkehrsteilnehmer entstehen und die Fahrer in ihren Lastern sitzen, passiere ihnen nichts, so die offizielle Auskunft des Polizeipräsidiums. Eine Frage des „pflichtgemäßen Ermessens“ der Streifenbeamten.

Ursprünglich war das Halteverbot unter anderem zur Verbesserung der Sichtverhältnisse für Abbieger von der Friedenstraße in die Grafinger Straße eingerichtet worden. Der örtliche Bezirksausschuss Berg am Laim (BA 14) monierte nun, dass der mitunter mehrere Stunden andauernde Rückstau der Lieferanten andere Verkehrsteilnehmer gefährde. So müsse der Stadtbus 146 einen viel größeren Bogen schlagen, um beim Einbiegen in die Friedensstraße an der blockierten Straßenseite vorbeizukommen. Dabei weiche der Bus zwangsläufig auf die Gegenfahrbahn aus und stehe vor entgegenkommenden Autofahrern, hat Alexander Friedrich (SPD) beobachtet. Dazwischen würden sich auch noch Radfahrer aus beiden Richtungen durchschlängeln.

Das Polizeipräsidium rechtfertigt sich, dass von der MVG bislang keine Beschwerden über Probleme beim Abbiegen wegen verbotswidrig abgestellter Fahrzeuge in der Halteverbotszone zu hören gewesen seien. Auch sonst sei der örtlichen Polizeiinspektion nichts über Verkehrsprobleme in dem Bereich bekannt.  

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