Ärger in der Neumarkter Straße

Berg am Laim: Probleme in Flüchtlingsunterkunft

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Rund um die Unterkunft an der Neumarkter Straße soll es immer wieder zu Lärmproblemen kommen.

München - Im Bezirksausschuss Berg am Laim wird von ärger um die Flüchtlingsunterkunft an der Neumarkter Straße berichtet. Ein runder Tisch soll Abhilfe schaffen.

Im Stadtteil Berg am Laim gibt es Ärger mit den Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft an der Neumarkter Straße. Das legt der Bericht von Anton Spitlbauer (CSU) nahe, der im örtlichen Bezirksausschuss (BA) Sprecher des Sozialausschusses ist. Spitlbauer zufolge kommt es rund um die Einrichtung immer wieder zu massiven Beschwerden wegen Lärms.

Robert Kulzer (SPD), BA-Chef in Berg am Laim.

Jüngster Vorfall: Eine Party von mehreren Bewohnern mit Trommelmusik, die von Mitternacht bis 3 Uhr früh stattgefunden haben soll. Anscheinend kein Einzelfall: „Die Polizei war schon öfter vor Ort“, berichtete Spitlbauer während der jüngsten BA-Sitzung. Die Unterkunftsleitung bekomme das Problem bislang nicht wirkungsvoll in den Griff. Zumal sich die Flüchtlinge nicht gegenseitig denunzieren würden, auch wenn nicht alle mit den Lärmbelästigungen einverstanden seien. Gegenüber dem Stadtteilparlament gibt es angeblich weitere Berichte von Betreuern über alarmierende Zustände in dem Haus.

Um was es sich dabei genau handelt, wollte BA-Chef Robert Kulzer (SPD) nicht ausführen. Man kenne keine Details, vieles beruhe auf Spekulationen, meinte der Stadtteilpolitiker. Man setzt auf Gespräche und einen weiteren runden Tisch, der in Kürze stattfinden soll.

Rund 200 Flüchtlinge wohnen in der Unterkunft an der Neumarkter Straße. Die Anlage wird von der Regierung von Oberbayern verwaltet. Die Rund-um-die-Uhr-Bewachung wurde wieder abgezogen, sie ist nur noch in Traglufthallen-Unterkünften üblich. Die Sicherheitskräfte waren im Dezember vergangenen Jahres kurzfristig in der Asylunterkunft an der Neumarkter Straße eingesetzt worden, nachdem es dort den Suizid einer unter Depressionen leidenden Frau mit der illegal eingeschmuggelten Waffe ihres Ehemanns gegeben hatte (wir berichteten). Carmen Ick-Dietl

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