Wegen 500 Gramm Marihuana

Bewährungsstrafe für kiffende Gräfin

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Gräfin Maria Z. (23) hat ihren Drogenkonsum vor dem Amtsgericht gestanden.

München - Ein halbes Kilo Marihuana hat Gräfin Maria Z. gebunkert. Dafür musste sie sich nun vor Gericht verantworten - und kam glimpflich davon.

Sie weint, als sie den Gerichtssaal betritt – aber am Ende trocknen ihre Tränen: nur Bewährung! Da hat Gräfin Maria Z. (23, Name geändert) noch mal Glück gehabt...

Ihr wurde am Amtsgericht der Prozess gemacht. Gemeinschaftlicher Drogenhandel und unerlaubter Besitz – die Vorwürfe gegen die Adelige klingen hoch kriminell. Mit einem Komplizen hatte sie rund 500 Gramm Marihuana gebunkert. Mitte Juni wurde sie deshalb verhaftet und saß viereinhalb Monate im Frauenknast. Am Donnerstag gestand sie die Taten über ihren Verteidiger Tom Heindl ein. „Meine Mandantin leidet an der seltenen Autoimmunkrankheit Hashimoto“, sagte der Rechtsanwalt. Die körperlichen wie psychischen Symptome lassen sich bekanntlich durch den Cannabis-Wirkstoff THC ablindern, „das habe ich nachgelesen und das hat mir auch geholfen“, begründete die Gräfin.

Sie führt medizinische Gründe für den Drogen-Konsum an. „Anfangs habe ich nur gelegentlich geraucht, später jeden Tag.“ Bis zu zehn Gramm pro Woche. Daher habe sie große Mengen gebraucht. Über einen Dealer (22) kaufte Maria Z. das Marihuana und bewahrte es in Sendling bei einem Studenten (21) auf.

Im Prozess ließ sie sich nun auf einen legalen Deal mit Richterin Silke Bierl ein: Bewährungsstrafe gegen Geständnis. Das bewahrte die Gräfin vor erneuter Haft. Jetzt will sie zu ihrer Mutter ziehen und eine Therapie machen.

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