Das müssen Sie bei Bewertungs-Plattformen beachten

Patienten: Spitzenplatz für Münchens Ärzte

München - Die Landeshauptstadt belegt mal wieder ein Spitzenposition in Deutschland: Patienten stellen Münchens Medizinern im Internet Top-Noten aus. Schlusslicht in der Region: Fürstenfeldbruck.

Und wieder ein Trepperlplatz für die Landeshauptstadt … Münchens Ärzte sind deutschlandweit spitze - wenn es nach der Wahrnehmung der Patienten geht. Das hat eine Auswertung von Ärztebewertungen auf dem Portal Jameda ergeben. 

Im Schnitt vergaben die Patienten an Münchner Mediziner in den letzten vier Jahren die Schulnote 1,54. Auf dem zweiten Platz folgt Düsseldorf (1,55), den dritten sichert sich Freiburg (1,60). 

Freisings Ärzte in Metropolregion auf Rang zwei

Besonders zufrieden sind die Münchner mit der Freundlichkeit der Ärzte (1,46) und der Qualität der Behandlung (1,54). Bei der Wartezeit für einen Termin vergaben die Patienten eine Note 1,61 - deutlich besser als der Deutschlanddurchschnitt von 1,88.

Bei der Gesamtzufriedenheit hat München (1,54) auch innerhalb der Region die Nase vorn. Auf dem zweiten Platz kommen Freisings Mediziner (1,62), danach die Rosenheimer 1,66). Schlusslicht: Fürstenfeldbruck (2,01). 

Doch wie verlässlich sind Einträge  auf Bewertungsportalen? Für einen ersten Eindruck über einen Arzt seien sie generell nicht schlecht, sagt Rechtsexperte Christian Gollner von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. 

Beachtet werden sollte bei allen Portalen, dass bei der Suche nach Ärzten die oberen angezeigten Plätze Werbung sein können - ähnlich wie bei Google. Diese Treffer sind zwar mit keiner Bewertungsnote versehen, können aber durch die Platzierung einen falschen Eindruck erwecken.

So wurde Jameda im März 2015 vom Landgericht München dazu verurteilt, ein ganz oben platziertes Premium-Profil auch mit dem Begriff „Anzeige“ zu kennzeichnen. Gollner rät dazu, immer die Bewertungen auf mehreren Portalen zu vergleichen. Außerdem verstehe jeder Mensch etwas anderes unter einer guten Behandlung. 

Die Bewertungen bei ihnen seien subjektiv, betont auch Jameda-Sprecherin Kathrin Kirchler. Der Patient habe jedoch die Möglichkeit, eine Vielzahl an Meinungen nachzulesen - und sich so ähnlich wie beim Gespräch mit Freunden oder Verwandten eine Meinung zu bilden.

Rubriklistenbild: © dpa

Ramona Weise

Ramona Weise

E-Mail:ramona.weise@tz.de

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