Trotz Hochwassers im Fluss unterwegs

Isar-Alarm: Leichtsinnige Bootfahrer aus Fluten gerettet

Feuerwehr - Gefahrgutunfall
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Mehrere Personen, die trotz des aktuellen Hochwasser die Isar mit Schlauchbooten befuhren, mussten am Wochenende gerettet werden.
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Mehrere Personen, die trotz des aktuellen Hochwasser die Isar mit Schlauchbooten befuhren, mussten am Wochenende gerettet werden.

München - Obwohl die Isar nach den heftigen Niederschlägen vom Freitag Hochwasser führt, ließen sich zahlreiche Schlauchboot-Kapitäne nicht von einer Fahrt abhalten. Die Folge: Mehrere Boote havarierten und strandeten an Kiesbänken; mindestens eines kenterte.

Unsere Isar – oft ist sie im Sommer ein idyllischer Fluss, der zum Baden einlädt. Derzeit nicht! Das Hochwasser durch den Dauerregen der letzten Tage hat den Fluss immens ansteigen lassen. Und dennoch spielen jede Menge Ausflügler Schlauchboot-Kapitän auf den reißenden Wellen. Mit fatalen Folgen: „Allein am Samstag kam es gleich zu mehreren Einsätzen wegen gekenterter Schlauchboote“, so die Münchner Polizei am Sonntag. Daher wird das Boot fahren jetzt an vielen Streckenabschnitten ganz verboten!

Der Isar-Alarm – wie gefährlich die Situation ist, zeigt ein Fall nahe Straßlach. Dort mussten Kinder von einer Insel zwischen Mühltal und Bruckenfischer gerettet werden. In der Nähe des Ickinger Stauwehrs erwischte es gleich vier Bootsfahrer: Eine Passantin hatte beobachtet, wie deren Boot in den Wellen kenterte und die Passagiere alle ins Wasser fielen. Sofort rückte die Wasserwacht an. Immerhin: Alle kamen mit dem Schrecken davon – nur das Gepäck im Boot versank in den Fluten.

Dramatische Szenen spielten sich am gleichen Wehr dann zwei Stunden später ab: Zwei 36-jährige Touristen aus Worms wurden mit ihrem kleinen Boot gegen einen Rechen des Wehrs gedrückt (siehe oben). Es gab kein Entkommen. Zum Glück sicherten Wanderer die Männer mit einem Seil, bis die Rettungskräfte eintrafen und sie nach oben zogen.

Die Schlauchboote kentern übrigens meist, weil ihre Böden von im Wasser treibenden Baumstämmen und Ästen aufgeschlitzt werden. Dazu kommt die starke Strömung. Wegen der Einsätze ist die Isar nun zwischen Geretsried und München für Schlauchboote vorerst gesperrt. Wie die Polizei in Rosenheim am Sonntag mitteilte, erließen die Landratsämter München und Bad Tölz-Wolfratshausen ein entsprechendes Verbot. Jeder, der sich nicht da­ran hält, muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen.

Sonntag appellierte auch die Wasserwacht München an alle Boot-Fans: „Bitte fahrt derzeit nicht auf der Isar! Ihr gefährdet nicht nur euer Leben, sondern auch das Leben der Retter!“

Age

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