Das neue Jahr beginnt zu dritt

Emilia ist Münchens Neujahrsbaby

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Emilia mit ihren glücklichen Eltern Cynthia und Dennis von Ferenczy.

München - Das erste Kind, das in München 2016 geboren wurde, kam gute zwei Stunden nach dem Jahreswechsel auf die Welt. Der Name der Kleinen: Emilia.

Emilia schien es eilig zu haben: Am Silvestermorgen, einen Tag vor dem errechneten Geburtstermin 1. Januar, setzten bei Mama Cynthia von Ferenczy die Wehen ein. Dennis von Ferenczy fuhr seine Frau von der Wohnung in Bogenhausen ins Klinikum rechts der Isar – und brauchte Geduld. „Emilia hat sich Zeit gelassen“, sagt er am Freitagnachmittag und blickt liebevoll auf seine Frau, die das Baby im Arm hält.

Die 32-Jährige ist noch gezeichnet von den Anstrengungen der Entbindung. Lange Stunden im Kreißsaal verstrichen, draußen krachten die Böllerschüsse. Um 2.06 Uhr morgens – letztlich also superpünktlich – kam Emilia schließlich zur Welt. 4040 Gramm schwer, 54 Zentimeter groß und kerngesund liegt sie nun auf der Brust ihrer Mutter, und die hat alle Strapazen vergessen. „Ich bin total verliebt in sie“, sagt die 32-Jährige dem Münchner Merkur. „Sie ist wunderschön.“

Das findet auch der stolze Papa, der sich einen schöneren Start ins neue Jahr nicht wünschen könnte. Dass die Tochter eine kräftige Stimme hat, durfte er schon erleben. Gerade schläft sie und lässt den Eltern Zeit, ihr Glück zu genießen. „Wir haben schon vorher gewusst, dass es ein Mädchen wird“, erzählt Dennis von Ferenczy. Auf den Namen Emilia haben sich die jungen Eltern schnell geeinigt. „Das bot sich wegen unserer Urgroßmütter an“, sagt er lächelnd: „Cynthias Urgroßmutter hieß Emilia, meine Emilie.“

So vereint das Neugeborene zwei Familien, die denkbar weit voneinander entfernt leben: Die junge Mutter kommt aus Mexico. Ehrensache für den 35-Jährigen Internet-Unternehmer, dass er die Nachricht vom süßen Nachwuchs elektronisch über den Atlantik schickte – per WhatsApp. Auch Dennis’ Familie und einige enge Freunde sind kurz nach der Entbindung benachrichtigt worden. Und Mama Cynthia weiß schon jetzt: Emilia soll kein Einzelkind bleiben. „Zwei Kinder wären schön.“

Das Baby-Rekordjahr

Während die Deutschen aussterben, vermehren sich die Münchner fleißig. Anders als im Rest der Republik, werden bei uns mehr Menschen geboren, als es Tote gibt. 15 867 kleine Zwackerl kamen bis Ende Dezember 2015 auf die Welt, 10 525 Menschen sind gestorben.

Zum neunten Mal in Folge kann München einen Babyrekord vermelden. Besonders gebärfreudig sind die Frauen in Neuhausen-Nymphenburg. 1128 Babys wurden in dem bevölkerungsreichsten Viertel geboren. Die wenigsten Babys gab’s im kleinen Bereich Altstadt-Lehel – nur 249 Babys, aber 52 mehr als im Jahr 2014. Die meisten Mütter sind zwischen 30 und 36 Jahre alt. Nur bei 166 Babys waren die Mütter jünger als 20. Ob 2016 wieder ein Rekordjahr für die Entbindungsstationen wird? Derzeit spricht nichts dagegen.

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