Branchentreffen im Pressehaus Bayerstraße

Verband der Bayerischen Zeitungsverleger: Sauberer Journalismus ist unverzichtbar

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Toni Schnell (v.r.n.l.), Oliver Döser, Andreas Scherer, Dr. Laurent Fischer, Daniel Schöningh, Viola Vogelsang-Reichl, Dr. Markus Rick, Walter Schweinsberg, Stefan Hilscher, Guido Mehl, -Ulrich Eymann, Prof. Martin Balle

München - Die freie Presse ist unentbehrlich für die Politik und die ganze Gesellschaft. Darauf hat Andreas Scherer, Erster Vorsitzender des Verbandes Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV), am Dienstag bei der Verbandstagung in München hingewiesen.

Scherer nahm dabei Bezug auf aktuelle Fälle (Jan Böhmermann, Panama-Papers). Zuerst stand am Dienstag die Vorstandssitzung im Pressehaus von Münchner Merkur und tz an der Bayerstraße auf dem Programm, am Abend folgte eine Veranstaltung im Verlagsgebäude der Süddeutschen Zeitung. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hielt die Festrede.

Nach Scherers Ansicht spielen die professionellen Medien auch im Internet eine ganz entscheidende Rolle. Sie bildeten das ausgewogene und verantwortungsbewusste Gegenstück zu einem Wildwuchs an Verleumdungen, Gerüchten und Hasskommentaren, die in diesem Medium leider auch wuchern.

Mit Blick auf die aktuelle Flüchtlingsdebatte sagte Scherer: „Sauberer Journalismus der traditionellen Medienhäuser ist gerade in der digitalen Welt unverzichtbar. Er hilft, eine Gesellschaft zusammenzuhalten, die sonst gefährlich auseinanderdriften würde.“ Die journalistischen Qualitätsangebote würden vom Publikum auch im Netz gesucht und angenommen. Die Zeitungsverlage seien längst multimediale Häuser. Es gebe in der Branche trotz rückläufiger Tendenzen bei den Printprodukten durchaus Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

tz

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