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Bundespolizei greift vermisste Flüchtlingskinder auf

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Bundespolizei Flüchtlinge Hauptbahnhof
Bundespolizeibeamte mit Flüchtlingskind am Hauptbahnhof. © Bundespolizei

München - Die Bundespolizei hat zahlreiche, als vermisst gemeldete junge Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof aufgegriffen. Ein 14-Jähriger war allein mit dem ICE durch ganz Deutschland unterwegs.

In der Nacht von Sonntag auf Montag haben die Beamten der Bundespolizei zahlreiche minderjährige, unbegleitete Migranten an Münchner Bahnhöfen aufgegriffen. Zum Teil haben sich die Jugendlichen selbst an die Polizei gewandt - allerdings eigentlich nicht, um Obhut zu suchen.

Ein 16-jähriger Afghane zum Beispiel wollte eine Anzeige wegen Fahrkartenbetrugs auf der Wache der Bundespolizei am Hauptbahnhof erstatten. Die Beamten entdeckten, dass der junge Mann in Göttingen vermisst gemeldet wurde. In Absprache mit dem dortigen Jugendamt brachten die Beamte den 16-Jährigen in eine Münchner Jugendeinrichtung. Genauso stellte sich der Fall eines ebenfalls 16-jährigen Afghanen dar, der nur wenige Zeit später bei den Beamten vorstellig wurde. Später in der Nacht brachten die Beamten noch drei Syrer (17) und einen Marokkaner (15) in eine Unterkunft für unbegleitete Flüchtlinge in München. Auch sie alle galten als vermisst. 

In einer Münchner Unterkunft endete die Nacht noch für einen 14-jährigen Algerier. Er war mutterseelenallein ohne Fahrkarte mit dem ICE von Dortmund nach München unterwegs. Der Zugbegleiter verständigte die Bundespolizei. 

kg

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