Im Hauptbahnhof

Betrunkener (18) rastet aus - Bundespolizist und DB-Mitarbeiter verletzt

München - Bisse, Tritte, Schläge, und jede Menge Alkohol: Ein betrunkener 18-Jähriger ist am Münchner Hauptbahnhof durchgedreht und hat selbst auf der Wache der Bundespolizei weiter randaliert.

Eine junge Frau hat am frühen Sonntagmorgen eine Streife der Deutsche Bahn Sicherheit alarmiert, weil sie gegen 4.30 Uhr von einem jungen Mann in der Schalterhalle des Münchner Hauptbahnhofs belästigt wurde. Als die beiden Sicherheitsbeamten den 18-Jährigen ansprachen, reagierte dieser zunächst nicht. Auch der Aufforderung, den Bahnhof zu verlassen, kam er nicht nach. Daraufhin packten die DB-Mitarbeiter den Mann, einen jungen Somalier, am Arm und wollten ihn aus der Schalterhalle führen.

Der drehte daraufhin komplett durch und begann, seinen Kopf gegen einen metallenen Container zu schlagen. Beim Versuch den Mann zu beruhigen, ihn von weiteren Stößen gegen den Container abzubringen und ihn zu Boden zu drücken, wurde ein DB-Mitarbeiter von dem aggressiven 18-Jährigen in die Hand gebissen. Das Resultat: eine blutende Bisswunde.

Die mittlerweile alarmierte Bundespolizeistreife verhaftete den Mann und nahm ihn mit auf die Wache. Dort ging der Ärger erst so richtig los. Laut Polizeiangaben beleidigte und bedrohte der Ostafrikaner die Beamten und wehrte sich gegen die gerichtlich angeordnete Blutentnahme. Der 18-Jährige ließ sich erst Blut von der Ärztin abnehmen als weitere Bundespolizisten zur Verstärkung eingetroffen waren. Das Ergebnis des Alkoholtests: 0.92 Promille.

Bis es allerdings soweit war, mussten die Beamten gleich doppelt Erste Hilfe leisten, da der Mann einen "mutmaßlichen epileptischen Anfall", so heißt es in der Pressemitteilung, hatte. Nach dem er anschließend wieder bei sich war, war er orientierungslos erinnerte sich nicht mehr, was passiert war. Als ihn die Beamten wieder auf die Blutentnahme ansprachen, reagierte der in Dachau wohnende Mann sofort wieder äußerst aggressiv und beleidigte die Polizisten. Schließlich mussten fünf Beamten mithelfen, damit die Ärztin dem Mann widerstandslos Blut abnehmen konnte.

Bei der Randale auf der Wache der Bundespolizei verletzte sich ein Beamter so schwer am Knie, dass er den Dienst abbrechen musste und mindestens eine Woche nicht dienstfähig ist. 

Der 18-Jährige wird am heutigen Montag dem Haftrichter vorgeführt und muss sich wohl wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung verantworten.

mm/tz

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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