Bald fährt es durch die Stadt

Sieht so Münchens Taxi der Zukunft aus?

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Stolz auf das neue E-Taxi: Projekt-Initiator Paul Leibold (l.) und Design-Professor Peter Naumann. 

München - Der Fahrer sitzt alleine vorne in der Mitte, die Türen sind komplett aus Glas: So sieht ein neues E-Taxi aus. Bald wollen die Entwickler es in München testen.

Türen komplett aus Glas und hohe Decken: Nein, das ist keine Gondel beim Skifahren! Sondern der Prototyp für ein neues Ultraleicht-E-Taxi – das ab 2017 in München getestet wird. 

Der Fahrer thront vorne in der Mitte. Den Sitz kann er zum Ein- und Ausstieg drehen. Durch die Position hat er einen guten Überblick. Und die zwei Fahrgäste hinten wegen des fehlenden Beifahrers und Mittelsitzes möglichst viel Platz.

Kunden und Fahrer sollen sich im Auto wohlfühlen. „Das Fahrzeug steht entgegen dem Trend, immer mehr PS und Technik in Fahrzeuge einzubauen“, sagt Paul Leibold. Er hatte die Idee zu dem „City eTaxi“ – und holte sich zehn Partner ins Boot.

Mit dabei: Smart-Erfinder Johann Tomforde. Auch das E-Auto ist mit einer Länge von 3,30 Metern ein Winzling. Höchstgeschwindigkeit: 90 Stundenkilometer.

Reicht locker für den Stadtverkehr. Und ist eine Chance für die Elektromobilität hoffen die Macher. Denn das Projekt soll auch mit eigenen Ladestationen ins Rennen gehen. Für 120 Kilometer reichen die Akkus. An den Stationen können sie einfach getauscht werden. 

Damit auch möglichst viele Fahrgäste ins E-Taxi einsteigen, hat Design- Professor Peter Naumann von der Hochschule München auf ein sympathisches Aussehen geachtet. Er weiß: „Ein agressiver Look wie bei vielen SUVs ist kontraproduktiv.“

Im Frühjahr 2017 starten erste Nutzertests mit acht Prototypen. Ein Jahr später könnten die ersten Fahrgäste mit E-Taxis durch München chauffiert werden. 

Ramona Weise

Ramona Weise

E-Mail:ramona.weise@tz.de

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