Beim Sport setzen sie alles auf diese Karte

Münchner erfinden Flatrate für Fitness - so funktioniert sie

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Mit dieser Karte alles im Griff: Vahid Imani (l.) und Hubert Honold (r.) von Fitrate mit Romano vom Park Club Nymphenburg.

München - „Fitrate“ heißt das Start-up-Unternehmen von Vahid Imani und seinem Geschäftspartner Jörg Lehmeier. Die Idee: Eine Flatrate für alle Sportarten in München.

Basketball, Fitness, Skifahren: Vahid Imani ist leidenschaftlicher Sportler. Der 32-jährige Betriebswirt geht auch gerne mal spontan Tennis oder Squash spielen, „aber in München ist es nicht leicht, Plätze zu finden“, sagt er. „Man muss oft gleich Mitglied werden.“ Imani nervte das – und gleichzeitig brachte es ihn auf die Idee für sein Firmenkonzept: eine Flatrate für alle Sportarten. Ein Modell, das es in den USA schon länger gibt. „An einem Tag gehe ich zum Yoga ins Glockenbach, am nächsten zum Fitness nach Schwabing – aber ohne an ein bestimmtes Sportstudio gebunden zu sein“, erklärt der 32-Jährige.

„Fitrate“ heißt das Start-up-Unternehmen von Vahid Imani und seinem Geschäftspartner Jörg Lehmeier (37), einem Wirtschaftsinformatiker. Die beiden lernten sich vergangenes Jahr über gemeinsame Freunde kennen, im Oktober gründeten sie ihre Münchner Firma – anfangs noch unter dem Namen „mysportclub“. Als „Fitrate“ haben sie ihren Radius nun auf die Städte Augsburg und Nürnberg erweitert.

Das Startkapital brachten die beiden Männer aus Erspartem zusammen. Imani sagt: „Das Härteste war am Anfang, die Partner zu überzeugen.“ Denn zunächst hatten die beiden noch nichts vorzuweisen – keine Mitglieder, keine Mitarbeiter, keine Webseite – nur ihre Idee. Doch peu à peu konnten sie kleine Sportstudios und lokale Partner für sich gewinnen, darunter auch die M-Bäder der Stadtwerke München. Mehr als 200 Stätten sind es mittlerweile; aus 35 Sportarten können die „Fitrate“-Mitglieder wählen.

Wie viele Mitglieder sie schon haben, verraten die beiden Jung-Unternehmer nicht, aber es würden kontinuierlich mehr. Der Betriebswirt und der IT-ler wollen jedenfalls voll durchstarten mit ihrer Fitness-Flatrate. „Meinen klassischen Job habe ich an den Nagel gehängt“, sagt Imani, der zuvor in einer Beratungsfirma gearbeitet hat. Obwohl das Unternehmen noch sehr jung ist, hätten schon große Firmen Interesse gezeigt. „Aber wir wollen nur Investoren, die zu unserer Philosophie passen“, betont Imani, der selbst sein bester Kunde ist. Bei den „Fitrate“-Sporttreffs ist er regelmäßig anzutreffen.

Fitrate: So funktioniert’s

Bei „Fitrate“ zahlt der Kunde eine Pauschalgebühr und kann dann verschiedene Sportarten betreiben – von Klettern über Schwimmen bis hin zu Yoga. Es gibt drei verschiedene Arten von Mitgliedschaften: „Blue Member“ (33 Euro/Monat), „Silver Member“ (66 Euro) oder „Gold Member“ (99 Euro). Als „Blue Member“ sind die Aktivitäten noch auf vier Besuche im Monat begrenzt, beliebig oft kann man an den Fitrate-Team-Aktivitäten teilnehmen. Als „Silver Member“ sind schon beliebig viele Besuche möglich, allerdings nur vier im selben Studio pro Monat. „Gold Member“ haben jederzeit überall und beliebig oft Zugang. Mehr Informationen im Internet unter www.fitrate.de.

Janina Ventker

Janina Ventker

E-Mail:janina.ventker@merkur.de

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