Brückentage

Diese sieben Münchner Brücken sind einen Besuch wert

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Die Gerner Brücke in Nymphenburg zieht Spaziergänger an.

Von einer Brücke aus das Wasserspiel eines Flusses, emsiges Treiben oder einfahrende Zügen beobachten: Diese sieben Brücken in München laden zum Verweilen ein.

Über 1000 Brücke gibt es in München. Darunter finden sich praktische Bauwerke, aber auch echte Schmuckstücke und alte Denkmäler. Diese Brückenauswahl zeigt sieben der schönsten Übergänge:

Immer was los: Die Reichenbachbrücke

Die Gegend um die Reichenbachbrücke zieht zahlreiche Partygänger und Badegäste an. 

An der Reichenbachbrücke kann man das Münchner Leben spüren. Die Verbindung von Glockenbachviertel und Au ist Überweg für zahlreiche Badegäste, Partygänger, Berufstätige und Nachteule. Und auch unter der Brücke am Ufer der Isar ist ab den ersten warmen Temperaturen des Jahres immer was los. Nicht zuletzt ist der Reichenbach-Kiosk ein Highlight: Fast rund um die Uhr hat der kleine Stand am Eck zur Auenstraße geöffnet und versorgt so hunderte durstiger Tagaktiver und Nachtschwärmer. Benannt ist die Brücke nach dem bayerischen Ingenieur Georg Friedrich von Reichenbach. Nachdem die Vorgängerbrücke 1840 eingestürzt war, wurde die Reichenbachbrücke als Holzbrücke 1842 neu erbaut und überstand durch ihre Robustheit alle folgenden Hochwasser. Als sie aber den wachsenden Verkehrsanforderungen nicht mehr gerecht wurde, begann im Jahre 1902 der Bau der Betonbrücke. Die Figuren aus Stein wurden im Jahr 1925 ergänzt.

Gerner Brücke in Nymphenburg

Die Gerner Brücke in Nymphenburg zieht Spaziergänger an.

Ein klarer Favorit sehenswerter Brücken in München ist die Gerner Brücke. Sie führt - wie der Name schon verrät - im Münchner Stadtteil Gern von der Südlichen zur Nördlichen Auffahrtsallee über den Nymphenburger Kanal. Sie verbindet Gern mit Neuhausen. Erbaut wurde sie 1897 aufgrund des zunehmenden Verkehrs. Sie wurde als für damalige Zeiten hochmoderne Eisenbetonbrücke gebaut. Es folgten Bögen und Geländer im Stile des Neubarock, um sie optisch an das Nymphenburger Schloss anzupassen. 1994 wurde sie zuletzt saniert, steht heute unter Denkmalschutz und ist seit einigen Jahren nicht mehr befahrbar. Viele Spaziergänger wählen sie als Ziel oder Zwischenstopp ihrer Touren. Aber auch nachts sieht man dort Menschen auf dem Geländer sitzen - nicht selten mit einem Getränk oder ein paar Kerzen. Kein Wunder: Liegt die Gerner Brücke doch mitten im Grün des verkehrsberuhigten Münchner Stadtteils mit einmaligem Blick auf das Nymphenburger Schloss in die eine und den Hubertusbrunnen in die andere Richtung.

Hackerbrücke bei Sonnenuntergang

Empfehlenswert: Die Hackerbrücke bei Sonnenuntergang.

Die Hackerbrücke kennt man in erster Linie in Verbindung zum Oktoberfest, ist sie doch Verkehrspunkt Nummer Eins, wenn es um den Wiesnbesuch geht. So sehr es zu dieser fünften Münchner Jahreszeit auch immer zugeht, so angenehm kann man zu jedem anderen Zeitpunkt im Jahr dort etwas Zeit verbringen. Die Stabbogenbrücke verbindet die Arnulf- mit der Landberger Straße und verläuft über die Zuggleise. Erbaut wurde die massive, schmiedeeisene Brücke in den Jahren von 1890 bis 1894. Ihren Namen erhielt sie, da bis in die 1980er Jahre die Brauerei Hacker-Pschorr zwischen Brücke und Bayerstraße ansässig war. Blickt man von der Hackerbrücke zur richtigen Zeit stadtauswärts, eröffnet sich einem ein Sonnenuntergang über den Gleisen, der einmalig ist. Einige Besucher zieht es daher an lauen Sommerabenden auf die Brücke um bei diesem tollen Ausblick den Tag ausklingen zu lassen.

Chillen an der Wittelsbacher Brücke

An der Wittelsbacher Brücke lässt es sich gerade im Sommer gut aushalten.

Ursprünglich im Jahr 1871 als hölzerner Überweg über die Isar erbaut, wurde die Wittelsbacher Brücke 1904 zur Betonbrücke umgebaut. Benannt wurde sie nach dem bayerischen Königshaus der Wittelsbacher. Später folgte die optische Gestaltung, wonach die Wittelsbacher Brücke der Reichenbachbrücke nachempfunden werden sollte. Hauptmerkmal auf der Bogenbrücke, die die Stadtteile Isarvorstadt und Au verbindet, ist das Denkmal von Otto I., welches 1905 von Georg Wrba errichtet wurde. Heute zieht die Wittelsbacher Brücke viele sonnenhungrige Münchner und Touristen an. Am Ufer der Isar unter der Brücke kommen im Sommer viele Menschen zum Sonnen und Baden zusammen. Zumal befindet sich an der Wittelsbacher Brücke Münchens ältestes Standl: Schon seit 1848 besteht der Kiosk am Schyrenplatz 2, wo bei gutem Wetter Getränke und Snacks verkauft werden.

Flauchersteg für Sonnenanbeter und Grill-Fans

Ein Magnet in den Sommermonaten: Der Flaucher.

Eine Brücke nur für Fußgänger und Radfahrer: Der Flauchersteg führt am südlichen Ende des Flauchers in Thalkirchen über die Isar. Bereits 1885 erbaut, wurde der Überweg 1914 mit Betonpfeilern neu errichtet. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Flauchersteg stark beschädigt und dann 1945 wieder erneuert. Ein Magnet in den Sommermonaten sind die Flaucherinseln und die Münchner Isarauen. Dort ist das Grillen erlaubt, ein Sprung ins kühle Nass sorgt für Abkühlung. Wahre Sonnenanbeter genießen die Sonne dort nicht selten wie Gott sie schuf.

Obelisk und Münchner Kindl: Die Gebsattelbrücke in der Au

Die Gebsattelbrücke in der Au.

Die Gebsattelbrücke trägt den Namen der Straße, über die sie führt, und liegt im Stadtviertel Au. Die unter Denkmalschutz stehende Brücke gibt es seit 1901. Sie wird am Geländer durch kleine Fenster geschmückt, die durch schmiedeeiserne Gitter verziert sind. Die zwei Obelisken in der Mitte der Brücke werden durch zwei bronzene Reiher mit einem Lilienzweig im Schnabel gekrönt, sie sind das Wahrzeichen der Brücke. Der Lilienzweig wiederum schmückt auch das Wappen des Stadtteils Au. Das Münchner Kindl unterhalb der Obelisken sind ein weiteres Charakteristikum des Überwegs. Außerdem befindet sich die Skulptur eines Bären am Treppenaufgang der Brücke.

Die Praterwehrbrücke mit Schutzpatron der Flößer

Charakteristisch für die Praterwehrbrücke: Die Figur des Johann von Nepomuk.

Die Praterwehrbrücke verbindet das Westufer der Isar mit der Praterinsel und liegt in der Nähe von Maxmonument und Mariannenplatz. Unter der Brücke wird das Wasser der Isar durch ein Wehr gestaut. Charakteristisch für die Praterwehrbrücke ist die Figur des Johann von Nepomuk auf einem Brückenpfeiler. Er ist der Schutzpatron der Flößer und Wasserbauer.

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