Frauchen sperrt sich aus, Zino öffnet

Dieser Kater ersetzt den teuren Schlüsseldienst

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Sesam öffne Dich: Zino klettert und drückt die Klinke

München - Liebe Münchner Schlüsseldienste, Ihr habt ernste Konkurrenz bekommen! Er heißt Zino (8), wohnt in Laim, hat es faustdick hinter seinen schwarzen Kater-Öhrchen.

Und er hat ein Hobby: Türen! Gern die mit dem Briefschlitz. Aber auch die Badezimmertür muss leiden. Weil er es nicht erträgt, dass sie geschlossen ist – schon gar nicht, wenn Frauchen Ingrid Kessler (59) sich auf der anderen Seite befindet. Am Sonntag hat Zino sein Meisterstück abgeliefert: Als Ingrid sich aus Versehen ausgesperrt hatte, öffnete ihr der kleine Gentleman galant die Haustür. Und der Schlüsseldienst konnte gleich wieder umkehren …

Super-Team: ­Ingrid Kessler und Kater Zino.

„Woher er diesen Tür-Tick hat, weiß ich nicht. Das hat er schon als kleiner Tierheim-Kater gemacht“, schmunzelt die Büro-Organisatorin und Malerin. Sobald es klingelt, positioniert sich Empfangschef Zino an der Tür. Gern begleitet er Gäste zum Bad, wobei er es gar nicht schätzt, wenn sie die Tür hinter sich schließen. „Wer ungestört bleiben möchte, muss sich einschließen. Sonst kann das peinlich werden.“ Auch morgens erlebte Ingrid Kessler Überraschungen: „Die Haustür stand weit offen!“ Einbrecher? Nein. Zino! „Sobald er im Flur etwas Interessantes hört, schaut er nach dem Rechten und springt auf die Klinke. Leider auch nachts.“ Die Nachbarn unterscheidet er alle am Schritt. Sehr interessant ist der Briefträger. Dem öffnet Zino nie. Aber er nimmt täglich die Post am Briefschlitz in Empfang.

Die Post ist da! Zino ist schon zur Stelle und nimmt sie in Empfang.

Am Sonntag dann das Missgeschick. Die Haustür fällt zu, der Schlüssel steckt innen. Zähneknirschend ruft Ingrid den Schlüsseldienst. Und während sie noch im Treppenhaus hockt und sich ärgert, springt hinter ihr plötzlich die Tür auf! „Zino war so stolz. Und ich total gerührt.“ Nur am Timing muss der Kater noch arbeiten. Weil der Schlüsseldienst schon unterwegs war, musste Ingrid Kessler die Anfahrtskosten zahlen. Schwamm drüber. Der Held des Tages wurde reich belohnt. Viele, viele Käse-Täschchen. Die mag er am liebsten, der kleine Portier.

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