Programme sorgen für mehr Umweltfreundlichkeit

E-Auto: So kommen Sie an den Zuschuss

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Gibt es bald mehr Elektroautos im Münchner Stadtverkehr?

München - Jetzt wird’s elektrisch: Der Stadtrat hat eine Förderung der Elektromobilität beschlossen: Über 22,2 Millionen zahlt die Stadt für Elektrofahrzeuge und Ladeinfrastruktur.

Damit sollen Gewerbetreibende und gemeinnützige Organisationen zum Umsteigen ermuntert werden. Aber auch Privatpersonen können sich beteiligen.

Das Programm startet am 1. April. Pro Elektroauto können 4000 Euro Förderung beantragt werden. Hinzu kommen 1000 Euro, wenn nachgewiesen wird, dass das geförderte E-Fahrzeug ein Benzin- oder Dieselfahrzeug ersetzt. Weitere 500 Euro gibt’s, wenn das Fahrzeug vertraglich mit Ökostrom aufgeladen wird. Unter dem Strich zahlt die Stadt also bis zu 5500 Euro pro neuem Fahrzeug! Doch nicht nur das: Gefördert werden auch drei- und zweirädrige Fahrzeuge. Da finanziert die Stadt bis zu 25 Prozent der Netto-Anschaffungskosten, maximal aber 1000 Euro für Lastenpedelecs beziehungsweise 500 Euro für Pedelecs und Elektroroller.

Gewerbetreibende und Privatpersonen werde unterstützt

Antragsberechtigt sind Gewerbetreibende und Unternehmen, freiberuflich tätige Personen und gemeinnützig anerkannte Organisationen. Die Antragsteller müssen Sitz oder Niederlassung in München haben und die Fahrzeuge in der Landeshauptstadt gemeldet werden.

Auch für den nicht gewerblichen Münchner greift die Stadt in die Tasche: Sie fördert die Anschaffung von Ladestationen auf privatem Grund – bis zu 20 Prozent der Gesamtkosten (ohne Mehrwertsteuer) können geltend gemacht werden, maximal aber nur bis zu 1500 Euro pro Ladepunkt. Derzeit gibt es im Raum München 110 Ladestationen. In der Stadt betreiben allein die Stadtwerke 18. Eine Übersicht aller Stationen gibt es auf einer Karte ladeatlas.elektromobilitaet-bayern.de

Erst mit dem Start des Programms am 1. April können auch Anträge gestellt werden. Dies geht bequem über das Internet auf der Seite des Referates für Gesundheit und Umwelt unter www.muenchen.de. Und die Stadt informiert am Dienstag, 19. April, ab 18 Uhr in der Bayerstraße 28a. Anmeldungen bis 11. April unter veranstaltungen.rgu@muenchen.de.

München macht mobil

Auch die Grünen machen mobil – gegen Stellplätze. Die Baukosten für einen Tiefgaragenstellplatz in München belaufen sich auf bis zu 300 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Und das zahlen auch die Menschen, die gar kein Auto haben! Die Grünen wollen das ändern und haben daher ein Antragspaket auf den Weg gebracht. Der Sechspunkteplan für Wohnen und Mobilität!

Mobilitätskonzepte

Sie sollen fester Bestandteil aller künftigen Bebauungspläne werden. Mit dem Antrag wollen die Grünen die Nahmobilität fördern sowie den Autoanteil reduzieren. Dabei sollen auch die umliegenden Quartiere mit einbezogen werden, ob beispielsweise eine neue Buslinie eingerichtet werden muss, um ein Wohnviertel zu erschließen.

Satzung

Die Stellplatzsatzung soll so überarbeitet werden, dass vom Bau von Parkplätzen abgesehen werden kann, wenn ein Mobilitätskonzept vorliegt. Oder die Anzahl der Flächen könnte reduziert werden. Da ein Tiefgaragenplatz teuer ist, aber gebaut werden muss, selbst wenn er nicht gebraucht wird, fehlt das Geld den Bauherren. Die Grünen denken da an die städtischen Wohnungsbauer. Die beklagen insbesondere bei gefördertem Wohnungsbau einen Leerstand teuer gebauter Tiefgaragen von über 50 Prozent!

Verzicht auf Stellplätze

Die Stadt soll ein Konzept erstellen, bei Nachverdichtungen möglichst auf zusätzliche Stellplätze zu verzichten. Denn ein wesentlicher Teil der Bäume müsste wegen neuer Parkplätze gefällt werden. Der Bau von Tiefgaragen im innerstädtischen Bereich verteuert die Mieten um rund zwei Euro pro Quadratmeter. Stattdessen könnte preiswerterer Wohnraum entstehen.

Gemeinschaftsgaragen

Darüber hinaus sollen in den großen städtischen Siedlungsgebieten die erforderlichen Stellplätze in Gemeinschaftstiefgaragen errichtet werden. Auch damit ließen sich Kosten reduzieren. Auf die sklavische Zuordnung von Wohnungen und Tiefgaragenplätzen könne verzichtet werden.

GWG soll Autos ausleihen

Für die städtischen Wohnbaugesellschaften haben die Grünen die Idee, auch für bestehende Gebäude Mobilitätskonzepte zu erarbeiten. Vorstellbar ist, dass GWG und Gewofag Autos, Fahrräder, Anhänger und ÖPNV-Tickets zur Leihe anbieten.

Radl und Bürger

Zudem beantragen die Grünen: Straßen sollen nicht im Bebauungsplan, sondern nach Vergabe der Grundstücke mit den künftigen Anliegern geplant werden. Die Stadt soll ferner überdachte Fahrradständer auch in Höfen von Neubaugebieten und in Vorgärten zulassen.

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